Vermischtes Dino Harald zeigt im Zoo die Zähne

14.07.2009, 22:00 Uhr

Im Zoo zieht jetzt ein Tyrannosaurus Rex die Blicke auf sich. Vor allem Kinder sind fasziniert. Er heißt Harald und ist aus Metall. André Gelineck hat ihn in den Osnabrücker Werkstätten erschaffen.

Schweißen und Dengeln standen auf dem Programm des Berufsbildungsbereiches Metall, und der 20-Jährige fand in der Werkstatt Zutaten, die ihn zu seiner Idee inspirierten: die Metallreste aus der Schlosserei, der Schweißapparat und das Bild, das ihm der Ergotherapeut Olaf Bredenförder zeigte – es war ein Dinosaurier, der ihn beeindruckte.

Und so schuf er selber einen. Am Anfang standen Metallteile, die er zu feingliedrigen Füßen verschweißte, und je nach Rohren, Stangen und Blechen, die er vorfand, wuchs das jüngste Urzeittier heran. „Die Gestalt habe ich nicht genau geplant, sie hat sich nach und nach ergeben“, erläutert André Gelineck. Ein halbes Jahr später zeigte der Tyrannosaurus Rex sein Gesicht mit Zähnen aus eisernen Zacken unter der gedengelten Stirn – und das 1,80 Meter hohe und 3,40 Meter lange Werk war vollendet.

„Großartig!“ Mit dem Ausruf reagierte Olaf Bredenförder auf das Skelett. Er fand, dass dieses Werk auch Publikum braucht. Seine Kollegin Susanne Wolff rief im Zoo bei Diplombiologin Ute Magiera an. Auch die zeigte sich begeistert und versprach: „Wir werden einen Platz finden.“

Das erste Publikum außerhalb seiner Geburtsstätte beeindruckte Harald auf der Autobahn von seiner Geburtsstätte in Sutthausen zu seiner neuen Heimat am Schölerberg. Sein eisernes Gesicht ragte aus einem Anhänger hervor, und die Überholer stutzten. „Sie bremsten ab, fuhren ganz langsam vorbei und schauten sich den Dinosaurier genau an“, berichtet Susanne Wolff.

Nun steht Harald im Blickfeld der Kamele. Der Zahn der Zeit soll ihn noch weiter verschönern, sagt André Gelineck: „Er muss jetzt rosten.“

Tierpflegerin Tanja Boss kommt mit der Schiebkarre voller Futter vorbei und findet das Metalltier super. Was das 1,80 Meter hohe und 3,40 Meter lange Urzeitwesen wohl fressen würde? „Dem Gebiss nach auf jeden Fall Fleisch. Sicher Ziegen und Schafe.“ Doch glücklicherweise ist der Dinosaurier aus Metall.

Demnächst werden die Osnabrücker Werkstätten noch ein Messingschild anbringen, mit dem Namen des Künstlers und dem des Tyrannosaurus Rex: Harald.