Vermischtes DGB radelt für den Mindestlohn

05.07.2009, 22:00 Uhr

Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten, Franz-Josef Möllenberg, gibt am Freitag, 10. Juli, um 14 Uhr auf dem Lingener Marktplatz das Startsignal zur ersten Etappe nach Meppen.

Bereits um 11 Uhr formieren sich die Teilnehmer beim Lingener Bahnhof zu einem Fahrradkorso durch die Innenstadt. Folgende Route ist vorgesehen: Marienstraße, Burgstraße, Wilhelmstraße, Konrad-Adenauer-Ring, Gasthausdamm, Kivelingstraße, Zum Neuen Hafen, Konrad-Adenauer-Ring, Lookenstraße, Marienstraße, Marktplatz. Im Bereich der Fußgängerzone müssen die Räder geschoben werden.

Auf dem Marktplatz beginnt um 12 Uhr ein buntes Programm, zu dem alle eingeladen sind. Manfred Mielcarek, Vorsitzender des DGB-Ortsverbandes Lingen, und die Lingener Gewerkschaftssekretärin Elisabeth Popken erwarten dazu mehrere Hundert Teilnehmer. Neben einer Rede von Franz-Josef Möllenberg gibt es unter anderem folgende Aktivitäten: Kabarett von und mit Kalla Wefel, Mal- und Luftballonaktion sowie „Hau den MiLo“ (Mindestlohn).

Mit der ausgedehnten Fahrradtour durch Norddeutschland verstärkt der DGB kurz vor der Bundestagswahl die Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn, der 7,50 Euro nicht unterschreiten soll. „Über 80 Prozent der Deutschen wollen den Mindestlohn“, betont Mielcarek.

Nach Auffassung des DGB müssen viele Beschäftigte in der Bundesrepublik unter unwürdigen Bedingungen arbeiten. In einer Erklärung heißt es: „6,5 Millionen Menschen in Deutschland sind von Niedriglöhnen betroffen. Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer arbeiten in Beschäftigungsverhältnissen, die ohne Absicherung durch die Sozialversicherung sind und für die keine oder nur geringe arbeitsrechtliche Schutzregelungen gelten.“