Vermischtes Der Vogelpark

31.07.2009, 22:00 Uhr

Investoren aus Ostwestfalen wollten 1975 im Strang einen der größten Vogelparks Europas bauen. Sie wurden schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Zwar entstand ein 20 Hektar großer Park mit Volieren, 80 Meter langem Tropenhaus und Freiflughalle, doch zwei Jahre später folgte der finanzielle Kollaps. Der Vogelpark kam für eine Million Mark unter den Hammer. Käufer Gustav Pfaff hatte ein besseres Händchen, mit Nachzuchten und schwarzen Zahlen Erfolg.

Ab 1984 stellten Pfaff-Schirmers bei der Gemeinde Anträge auf eine Nutzungsänderung, um den Vogelpark mit Ferienhäusern zu ergänzen. So planten sie ein ökologisches Ferienzentrum, das Teil der Expo werden sollte. Doch die Gemeinde genehmigte in den Häuschen kein Dauerwohnrecht. Drei Jahre später legten Pfaffs überarbeitete Pläne mit Branchenriese TUI als Vermarkter vor. Die Gemeinde gab ein Gutachten in Auftrag. Ergebnis: Ein Ferienpark mit Kongresshotel hätte Zukunft. Der Rat gab sein Plazet. Doch das Dauerwohnrecht wurde weiter verwehrt. 2004 meldete die Familie Pfaff Insolvenz an. Seitdem liegt das Gelände brach.