Vermischtes Das Los muss entscheiden

Von Tobias Böckermann | 12.09.2011, 11:20 Uhr

So etwas kommt selten vor: 2415 Wähler haben am Sonntagabend in Lähden in der Samtgemeinde Herzlake ihre drei Stimmen für den Gemeinderat abgegeben – die Wahrscheinlichkeit, dass am Ende zwei Bewerber auf dieselbe Stimmenzahl kommen würden, war recht gering. Und doch ist es so gekommen: Karlheinz Mäß und Klaus Groß-Thedieck konnten jeweils 250 Stimmen auf sich vereinigen und wissen nun nicht, welcher der beiden im Gemeinderat vertreten sein wird. Samtgemeinderektor und Wahlleiter Ludwig Pleus wird am Donnerstag in der Sitzung des Wahlausschusses nicht nur das amtliche Endergebnis feststellen, sondern auch ein Los ziehen. „Das ist keine angenehme Aufgabe“, sagte er am Montagmorgen nach der Wahl, „einer von zwei guten Bewerbern wird es leider nicht schaffen.“

Bemerkenswert sind einige Ergebnisse der Samtgemeinde Herzlake. So schafften mit Rita Wüstefeld, Ferdinand Busch, Ernst Elbers und Karl Hahnenkamp gleich vier bisherige UWG-Mitglieder den Wiedereinzug in den Samtgemeinderat nicht. Hahnenkamp ist auch nicht mehr im Gemeinderat Herzlake.

Auch die CDU-Mitglieder Günter Rolfers, Hildegard Vorholt, Josef Feldmeier und Silke Surberg-Röhr erhielten zu wenig Stimmen für den Wiedereinzug. Die CDU Dohren hat überraschenderweise keinen Vertreter mehr im Samtgemeinderat – die Stimmen verteilten sich zu gleichmäßig auf drei Bewerber.