Vermischtes Damit mehr Frauen Professor werden

21.07.2009, 22:00 Uhr

Die Universität Osnabrück erhält bis zu 2,25 Millionen Euro aus dem Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder. Mit dem Geld soll bis zum Jahr 2014 die Gleichstellung an Hochschulen verbessert und der Anteil von Frauen in Spitzenpositionen erhöht werden.

Die Mittel ermöglichen es der Universität, drei neu zu besetzende Lehrstühle auszustatten und dadurch besonders qualifizierte Nachwuchswissenschaftlerinnen zu gewinnen.

Zudem können die Bemühungen zur Gleichstellung von Frauen und Männern unterstützt werden. Dazu zählen Mentorinnen-Programme, beispielsweise zur Förderung von Frauen in Mathematik und Naturwissenschaften.

An der Universität sind derzeit 121 Professuren mit Männern und 36 Professuren mit Frauen besetzt. „Bei den Juniorprofessuren sind es jeweils acht Frauen und acht Männer“, sagt Uni-Vizepräsidentin Professor May-Britt Kallenrode. Unter den älteren Professuren seien im Schnitt weniger Frauen. Laut Kallenrode ist es aber nicht geplant, Professuren explizit für Frauen auszuschreiben. „Aber wenn eine Professur mit einer Frau besetzt wird, können wir auf die Mittel zugreifen.“

Ziel des Professorinnenprogramms ist es, an den deutschen Hochschulen bis 2011 insgesamt 200 Professorinnen neu zu berufen. Ausschlaggebend für die Geld-Zusage war das Gleichstellungskonzept der Universität vom vergangenen Februar.

Dr. Sabine Jösting, die Gleichstellungsbeauftragte der Universität, sieht die Zusage als positive Reaktion auf den bereits eingeschlagenen Weg der Hochschule. Aber es gelte weiterhin, Anreize zu schaffen, um den Frauenanteil auf allen Qualifikationsstufen zu erhöhen.