Vermischtes Damit die berüchtigte MPU keine Probleme bereitet

30.07.2009, 22:00 Uhr

Manchmal ist der Führerschein schneller weg, als man denkt. Nicht nur chronische Alkoholsünder kommen in diese Situation. Wer seinen „Lappen“ dann zurückhaben möchte, muss durch die MPU (medizinisch-psychologische Untersuchung). Die Diakonie-Suchtberatung bietet jetzt Vorbereitungskurse ohne Wartezeit an, der Einstieg ist jederzeit möglich. Eine gute und schnelle MPU-Vorbereitung bedeutet häufig bares Geld. „Es reicht ein einziger Joint, der noch nach vier Tagen im Blutbild nachzuweisen ist, und der Führerschein ist weg“, sagt Klaus Polack, Geschäftsführer des Diakonieverbunds Region Osnabrück-Emsland.

Generell werde die Fahrerlaubnis entzogen, wenn Drogen, auch der zufällige Cannabis-Joint, im Spiel seien. Ebenso bei einer Blutalkoholkonzentration über 1,6 Promille, wiederholter Trunkenheitsfahrt und Punktehäufung in Flensburg. „Jeder sollte nach einem Fahrerlaubnisentzug möglichst schnell etwas für sich und den Führerschein tun“, sagt Silke Oldershaw, Verkehrspsychologin der Diakonie- Suchtberatungsstellen in Osnabrück, Melle, Georgsmarienhütte und Bramsche.

Das heißt: Man sollte sich auf die fällige MPU gründlich vorbereiten, denn die kostet Geld und wird nicht automatisch bestanden. Damit keine Zeit bis zur neuen Fahrerlaubnis verloren geht, bieten die Suchtberatungsstellen des Diakonieverbunds MPU-Vorbereitungskurse mit einem offenen Einstieg an. Die Vorbereitungsgruppe trifft sich einmal wöchentlich (zurzeit in Osnabrück).