Vermischtes Damit der Sprung ins Leben doch noch gelingt

12.12.2002, 23:00 Uhr

Jugendliche, die bei dem Projekt der Handwerkskammer "Jump, der Sprung ins Leben" dabei sind, bekommen auf sie ganz individuell zugeschnittene Hilfs- und Beratungsangebote, die sie auf den Weg in eine betriebliche Ausbildung bringen sollen. "Das kann ein Sprachkursus sein oder die Möglichkeit, praktische Erfahrung im Handwerk zu sammeln", so Reimund Beer, Geschäftsführer des Berufsbildungs- und Technologiezentrums Osnabrück bei der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland.

140 Plätze hat das zweijährige Projekt "Jump" für Jugendliche und junge Erwachsene, die Unterstützung auf dem Weg ins Berufsleben brauchen. Ihnen wird bei der Berufswahl mit Eignungsfeststellungsverfahren geholfen und es treten ihnen Betreuer zur Seite, ehrenamtliche Tutoren, wie beispeilsweise pensionierte Lehrer, Berufsschullehrer oder Personalchefs. "Wir erhoffen uns davon, zwar nicht die besten, aber doch noch ganz gute Auszubildende für die Betriebe zu gewinnen", so Karl-Heinz Brünger, Präsident der Handwerkskammer. Die Handwerkskammer kooperiert in diesem Projekt, das komplett finanziert wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds, mit dem Landkreis Osnabrück und der MaßArbeit, der Stadt Osnabrück, dem Arbeitsamt, der Kreishandwerkerschaft Osnabrück und der Bezirksregierung Weser-Ems.

"Wir freuen uns immer, wenn es gelingt, Fördermittel in die Region zu holen", meinte die Sozialdezernentin des Landkreises Osnabrück, Sonja Gartemann. Das wichtigste an "Jump" sei, dass es Jugendliche in die betriebliche Ausbildung bringe, statt sie in Förderprogramm-Karrieren zu schicken mit immer neuen Maßnahmen. "Das Projekt vermittelt jungen Menschen solide Perspektiven", sagte auch Reinhard Sliwka, Sozialdezernent der Stadt Osnabrück. Gotthard Czekalla, Direktor des Arbeitsamtes, hob den Vorteil des Projektes, sehr schnell auf die individuellen Probleme reagieren zu können, hervor. Ohne Zeit zu verlieren, könnten Jugendliche Einblick in das praktische Berufsleben nehmen. Regierungsschuldirektor Alfred Möllers von der Bezirksregierung Weser-Ems räumte die wichtige Bedeutung solcher Programme für die Berufsorientierung in der Hauptschule ein. "Berufsfähig werden viele Jugendliche erst durch praktische Erfahrung", so Möllers. Thorsten Coch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft hob die Bedeutung der Betreuung der Betriebe hervor und die Betreuung der Jugendlichen durch Tutoren. "Jump" hat bereits mit 13 Jugendlichen begonnen. Gesucht werden Betriebe, die Ausbildungsplätze anbieten und Betreuer für die jungen Teilnehmer, die sie bei der Berufswahl und darüber hinaus unterstützen wollen.