Vermischtes Auto beinahe mit Zug kollidiert - Lebensgefährlicher Leichtsinn?

06.07.2009, 14:45 Uhr

Auf einem Bahnübergang in Melle ist es in der Nacht zu Montag beinahe zu einem Zusammenstoß zwischen einem Auto und einem Zug gekommen. Trotz geschlossener Schranke und blinkendem Rotlicht ist kurz vor Mitternacht ein mit vier Personen besetzter Pkw auf den Bahnübergang Oldendorfer Straße gefahren und auf den Gleisen stehengeblieben. Erst kurz vor dem Aufprall des Zuges ist der Autofahrer weitergefahren.

Erst kurz vor dem Aufprall des Zuges ist der Autofahrer weitergefahren. Unklar ist nach Angaben der Bundespolizei bislang, ob eine Autopanne oder lebensgefährlicher Leichtsinn die Ursache für den Zwischenfall ist.

Als der Lokführer der herannahenden Westfalenbahn den Pkw auf dem Bahnübergang erkannte, hat er den Zug sofort gebremst, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Die Regionalbahn kam aber erst 400 Meter hinter dem Bahnübergang zum Stehen. Obwohl keine Fahrgäste der Westfalenbahn durch die Notbremsung verletzt worden sind, hat die für den Zugverkehr zuständige Bundespolizei Ermittlungen gegen die vier unbekannten Fahrzeuginsassen eingeleitet. Bei einer Autopanne müsste sich zumindest der Autofahrer wegen einer Ordnungswidrigkeit oder wegen Unfallflucht verantworten. Sollte es sich sogar um eine leichtsinnige Mutprobe gehandelt haben drohen wegen dieses vorsätzlichen und gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eine saftige Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr.

Zeugen, die den Vorfall oder das Fahrzeug beobachtet haben, werden gebeten, sich mit der Bundespolizeiinspektion Bad Bentheim im Dienstort Osnabrück unter Tel. 0541/331280 in Verbindung zu setzen.