Vermischtes Auf alten Hanse-Routen durch das Baltikum

28.12.2002, 23:00 Uhr

,,Der Hunger der Nachzügler" lautet der Titel einer einstündigen Fernsehsendung am Donnerstag, 2. Januar um 23.35 Uhr auf ,,arte". Der aus der Emsgemeinde Rhede stammende derzeit für die ARD als Osteuropakorrespondent tätige Journalist Hermann Vinke hat zusammen mit seinem Kollegen Marcus Behrens und einem Kamerateam auf alten Hanse-Routen eine Reise durch das Baltikum unternommen.

Der ,,Rheder Junge" Hermann Vinke war mehrere Jahre lang als Redakteur bei der Ems-Zeitung tätig, bevor er zum Rundfunk wechselte. Bekannt wurde er als Hörfunkkorrespondent der ARD in Tokio und Washington. Bevor er sich wieder der Berichterstattung aus Osteuropa zuwandte, war er Hörfunkdirektor bei Radio Bremen.

Die Fernsehsendung, die am 2. Januar ab 23.34 Uhr von ,,arte" ausgestrahlt wird, entstand am Rande alter Reisewege von Tallin bis Danzig. Hermann Vinke und Marcus Behrens machten Station in Riga, Königsberg und Vilnius.

,,Wenn dort lebende Menschen von ihrer Einschätzung, von ihrer Skepsis und vor allem von ihrer Hoffnung auf eine positive Entwicklung ihrer Länder erzählen, dann wird der alte Geist der Hanse spürbar", sagte der Emsländer im Gespräch mit ,,seiner" Heimatzeitung. Und: ,,Viele Einwohner speisen diese Hoffnung aus der Verbundenheit mit der mittelalterlichen Hanse-Geschichte, deren Pole die Städte des Baltikums sind".

Hermann Vinke hat mit zahlreichen ,,Europäern von morgen" in repräsentativen und alltäglichen Zusammenhängen Interviews geführt. Seine Gesprächspartner waren unter anderem der ehemalige estische Staatspräsident Lennart Meri und die lettische Staatspräsidentin Vaira Vike-Freiberga, der littauische Staatspräsident und Gouverneur der Enklave Kaliningrad Valdas Adamskus und die Stardirigentin Anu Tali.

Zu den Reisebekanntschaften des deutschen Fernsehteams gehörten aber auch die Verkäuferin im Lebensmittelladen und der vielzitierte ,,Mann auf der Straße". Man besuchte landwirtschaftliche Betriebe und eine Wodkafabrik. ,,Und selbstverständlich", so Hermann Vinke, ,,haben wir auch bei Sehenswürdigkeiten und an landschaftlich besonders reizvollen Flecken die Kamera laufen lassen."