Vermischtes Arbeitnehmer muss Überstunden nachweisen

06.09.2011, 13:36 Uhr

Ein Arbeitgeber muss im Streitfall Überstunden nur dann bezahlen, wenn der Mitarbeiter sie im Einzelnen belegen kann. Das geht aus einem am Dienstag bekanntgewordenen Urteil des Landesarbeitsgerichts (LAG) Rheinland-Pfalz in Mainz hervor.

Wird über Überstunden gestritten, hat er nur Aussicht auf Erfolg, wenn der Mitarbeiter diese nachweisen kann. Konkret verlangten die Richter, dass der Arbeitnehmer darlegt, an welchen Tagen und zu welchen Tageszeiten er Überstunden geleistet und was er konkret getan hat (Aktenzeichen: 7 Sa 622/10).

Das Gericht wies mit seinem Urteil die Zahlungsklage eines Mitarbeiters ab. Er behauptete, für seinen früheren Arbeitgeber knapp 700 Überstunden geleistet zu haben. Er verlangte daher eine Lohnnachzahlung von 15 200 Euro. Der Arbeitgeber bestritt die Überstunden.

Das LAG sah den Kläger in der Pflicht, Beweise für die angegebenen Überstunden vorlegen. Insbesondere sei in diesen Fällen der Arbeitgeber nicht verpflichtet, seinerseits Unterlagen vorzulegen, aus denen sich eventuell geleistete Überstunden ergäben.