Vermischtes 35 Zwiebeln je Quadratmeter sind notwendig

03.12.2002, 23:00 Uhr

Drei Landschaftspflegegruppen des St.-Vitus-Werkes setzten unter Anleitung der Stadtgärtner Wilhelm Dröge und Andreas Eilers 10 000 Krokuszwiebeln in den Rasen der "Wallohren" in Meppen. 500 Euro hatten Ratsmitglieder an mehreren Wochenmarkttagen für diese Aktion gesammelt.

"Die ganze Pracht wird erst in einigen Jahren zu bewundern sein", sagten Dr. Maria Feige-Osmers und Ursula Kleinlosen und spielten auf die schnelle Vermehrung der Blumenzwiebeln an. Große bunte Teppiche würden dann im zeitigen Frühjahr die "Wallohren" verzaubern und von Jahr zu Jahr üppiger werden. Der formale symmetrische Charakter der jetzigen Pflanzbeete würde sich im Laufe der Jahre verlieren und breiten teppichartigen Flecken Platz machen. Dank für die Aktion sagten die engagierten "Grünen" des Stadtrates den anderen Sammlern und vor allem der Bevölkerung, die sich hier engagiert eingebracht hätte. Besonders lobend hob Ursula Kleinlosen die Aktivität von Thomas Phache hervor, der als "Gärtner vom St.-Vitus-Werk" seine Mithilfe versprochen hatte.

Bevor mit dem Setzen der Blumenzwiebeln begonnen werden konnte, erläuterte Stadtgärtner Wilhelm Dröge die Arbeiten vor Ort. Der Boden der zwei Meter breiten und 25 Meter langen Beete werde vom Baubetriebshof durchfräst, mit einem Spatenpflug gepflügt und anschließend mit einem "Vertidrängerät" mit Setzlöchern versehen. Dann mischten die Betreuten des Vituswerkes mit ihren Gruppenleitern Carmen Skowasch, Martin Dreyer und Bernhard Wahmes die gelben und blauen Krokuszwiebeln, um sie fachgerecht in die vorbereiteten Pflanzlöcher einzusetzen. Mit Harken wurden die Zwiebeln abschließend per Hand zugedeckt.

Zehntausend Krokuszwiebeln hören sich wie eine große Menge an, erklärten die Stadtgärtner. Man brauche jedoch viele, um ansehnliche Teppiche zu erzielen. 30 bis 35 Zwiebeln kämen auf einen Quadratmeter, so dass die vorhandenen 10 000 Zwiebeln gerade für das südliche "Wallohr" von der Johannesschule bis zur Markstiege reichten. Um die "Wallohren" bis zur Emsbrücke zu bestücken, bräuchte man sicherlich die zehnfache Menge.