Vermischtes 2678 Männer und Frauen arbeitslos

03.12.2002, 23:00 Uhr

2678 Frauen und Männer waren am Ende des Monats November im Arbeitsamtsbereich Melle-Wittlage arbeitslos gemeldet. Damit erhöhte sich die Arbeitslosenquote zwar gegenüber Oktober nur leicht um 0,1 auf 6,4 Prozent, aber sie bleibt auf hohem Niveau gegenüber dem Vorjahr, als die Quote noch bei 5,8 Prozent lag und 297 Arbeitslose weniger registriert waren.

Leidtragende beim Anstieg der Arbeitslosigkeit sind seit einem Jahr die Männer, deren Anfälligkeit gegenüber Saison- und Konjunktureinflüssen ungleich höher als bei Frauen ist. 1495 Männer (55,8 Prozent), damit 201 mehr als im Vorjahr und 22 mehr als im Vormonat, sowie 1183 Frauen (acht mehr als im Oktober, 96 mehr als im Vorjahr) sind arbeitslos gemeldet. 1736 gehören zu den Arbeitern (64,8 Prozent), 317 oder 11,8 Prozent sind Ausländer.

In den aktuellen Zahlen sind die Beschäftigten des Meller Hebel-Werkes nicht enthalten, da sie in einer Beschäftigungsgesellschaft aufgefangen wurden. Der Leiter des Meller Arbeitsamtes Klaus Büttner erwartet für den Winter zwar witterungsbedingt noch einen weiteren Anstieg der Arbeitslosenzahlen, der seiner Einschätzung nach aber nicht mehr so hoch wie in den Vorjahren ausfallen dürfte, da die Baubranche wegen der schlechten Auftragslage bereits schon das ganze Jahr über die Beschäftigtenzahlen abgebaut hat.

Die Impulse aus der Wirtschaft fehlen weiterhin, so dass die mangelnde Nachfrage nach Personal sich auch in den steigenden Zahlen der Langzeitarbeitslosen bemerkbar macht: 762 sind länger als ein Jahr ohne Job, das sind 14 mehr als vor Jahresfrist. Sie bilden mittlerweile einen Anteil von 28,5 Prozent der Arbeitslosen. Besonders betroffen sind auch Teilzeitarbeitsuchende, deren Zahl auf 406 anstieg (Vormonat 395).

Rund die Hälfte der Kurzarbeit in Stadt und Landkreis Osnabrück entfällt auf den Geschäftsstellenbezirk Melle. Das liegt, erläuterte Büttner, am hohen Anteil an Industriebetrieben, die wie die Möbelhersteller zur Zeit besonders stark von der Konjunktur- und Nachfrageflaute betroffen sind. Die Zahl der Kurzarbeiter nahm um 39 auf 785 zu, das sind dennoch 146 weniger als vor einem Jahr. Im September 2002 waren noch 944 gemeldet. Betriebe und Verwaltungen zeigten 2002 bisher 2784 offene Stellen an, 130 weniger als im vergangenen Jahr. Nicht nur beim Stellenangebot, sondern auch bei der Zahl der Vermittlungen sieht die Bilanz nach elf Monaten schlechter aus als 2001: Sie reduzierte sich um 422 auf 2275.

Positiver sieht es bei der Jugendarbeitslosigkeit aus und bei der Zahl der arbeitslosen Schwerbehinderten, wo das gewünschte Ziel durch starken Vermittlungs- und Betreuungseinsatz des Arbeitsamtsmitarbeiter erreicht wurde, sowie älterer Arbeitsuchender über 55 Jahre: Bei den unter 25-jährigen sank die Zahl seit August von 433 auf 299, bei den unter 20-jährigen von 81 auf 49. 119 Schwerbehinderte sind als arbeitsuchend registriert, 126 waren es noch im August. 645 waren über 50 Jahre, 343 über 55 Jahre, wobei sich bei diesen die Zahl um 63 gegenüber dem Vorjahr verringerte.