Vermischtes 180000 Euro für historische Wallanlage in Meppen

02.07.2009, 13:46 Uhr

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat 180000 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm für den Erhalt und die Sanierung der barocken Festungsanlage in Meppen bewilligt. Dies teilen die CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Hermann Kues und Gitta Connemann mit.

Sie hatten sich beim zuständigen Kulturstaatsminister Neumann für den Antrag aus Meppen eingesetzt. „Der Bundeszuschuss stellt einen tragenden Teil der Finanzierung dar. Er ist hier genau richtig angelegt“, zeigen sich die Christdemokraten erfreut.

 Die Festungsanlage sei ein Dokument der Festungsgeschichte Meppens und auf Grund ihrer Einzigartigkeit im nordwestdeutschen Raum von überregionaler Bedeutung, so Kues.

Die finanzielle Unterstützung trage wesentlich dazu bei, dieses kulturelle Erbe im Emsland zu sichern.

„Die heutige Mittelbewilligung ist besonders wichtig, da dies die vorerst letzte Auflage des Sonderprogramms ist“, so Connemann.

 Große Freude löste die Nachricht auch bei der Stadt Meppen aus: „Damit kommen wir der Verwirklichung unseres Entwicklungskonzeptes für den historischen Stadtwall schon ein ganzes Stück näher, und wir freuen uns natürlich sehr, dass unsere gemeinsamen Bemühungen um den Erhalt des stadtgeschichtlichen Erbes auf diese Weise Anerkennung und Unterstützung erfahren“, war sich Bürgermeister Bohling mit seinen Kollegen einig.

 Die Stadt Meppen hatte einen Antrag auf Förderung von Erhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen an den Bund gestellt. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt 810.000 Euro. Diese finanzielle Belastung sei für die Stadt Meppen alleine nicht tragbar. Der Bundeszuschuss komme also zur rechten Zeit.

Das Geld solle u.a. zur Sanierung von Mauerwerk, Sohl- und Böschungsarbeiten, Treppenaufgängen, Brücken und Geländer, der Wegbefestigung, sowie zur Ausschilderung und Vernetzung der Baudenkmäler mit der Wallanlage sowie zur Visualisierung des historischen Stadtgrabenverlaufs genutzt werden. Die Stadt Meppen plant, die bisherige Nutzung als innerstädtischer Ort der Begegnung und des Verweilens beizubehalten und auszubauen.