Tiere kompakt Regenwurm mit Schlange verwechselt - und andere Tiernachrichten

Von dpa | 07.05.2015, 19:47 Uhr

Ein Hund, der eine Familie vor dem Feuertod rettet, ein Regenwurm, der einen Polizeieinsatz auslöste und ein randalierendes Wildschwein. Hier ein paar tierische Nachrichten:

Regenwurm löst Polizeieinsatz aus

Vor lauter Aufregung hat eine Frau in Darmstadt einen Regenwurm für eine kleine Schlange gehalten - und damit einen Polizeieinsatz ausgelöst. Entdeckt wurde das Tier nach dem Waschen eines Salats, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Die Frau rief besorgt die Polizei an, die eine Streife schickte. Die Beamten konnten schnell Entwarnung geben - und entließen den rund sechs Zentimeter langen Regenwurm in die Freiheit.

Hund rettet Familie vor Feuer

Ein kleiner Hund hat eine Familie in Niedersachsen wohl vor dem Feuertod bewahrt. Ihr Fachwerkhaus in Gartow stand in der Nacht zum Donnerstag schon lichterloh in Flammen, als das Bellen eines der beiden Familienhunde nach Angaben einer Polizeisprecherin den Vater der Familie weckte. Die Eltern und ihre drei Kinder retteten sich unverletzt ins Freie. Auch die beiden Vierbeiner - laut Polizei ein Rehpinscher und ein Chihuahua - kamen unversehrt davon. Welcher der beiden Hunde letztlich der Lebensretter war, lasse sich nicht mit Sicherheit sagen. (Weiterlesen: Hund rettet Familie bei Hausbrand) 

Verletztes Wildschein randaliert in Wohnhaus

Ein verletztes Wildschwein hat in einem Wohnhaus in Baden-Württemberg randaliert. Der Keiler rannte durch die offene Eingangstür in den Flur und verwüstete Inventar im Treppenhaus, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Die Hausbesitzer riefen die Polizei - da hatte sich das Tier schon auf den Dachboden des Hauses in Frittlingen geflüchtet. Am Ende erschoss ein Jagdpächter das Tier. „Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir hier in den letzten Jahren einen ähnlichen Fall hatten“, sagte ein Polizeisprecher. Die Hausbesitzer blieben unverletzt.

Entlaufener Schimpanse auf Mallorca tot aufgefunden

Nach der Flucht eines Schimpansen-Paars aus einem Safari-Zoo auf der spanischen Ferieninsel Mallorca ist auch das Männchen tot. Medien berichteten, die Polizei habe den Kadaver am Donnerstagmorgen im Abwasserbecken einer Kläranlage entdeckt. Der Menschenaffe sei wahrscheinlich ertrunken. Seine Gefährtin war schon gleich nach der Flucht am Montag erschossen worden. Die Schimpansen Adán (Adam) und Eva waren am Montag getürmt, nachdem sie einige Gitterstäbe ihres Käfigs im Tierpark bei Sa Coma an der Ostküste der Insel zerbrochen hatten. Eva wurde in der Nähe des Zoos erschossen.

Regierung: Weniger Bären in Vietnam in Gefangenschaft

Die Zahl der oft unter unwürdigen Zuständen gehaltenen Bären ist in Vietnam seit 2004 nach Regierungsangaben deutlich gesunken. 1245 Tiere seien im vergangenen Jahr noch auf Bärenfarmen gefunden worden, 72 Prozent weniger als zehn Jahre davor, heißt es in einem internen Dokument für Regierungschef Nguyen Tan Dung, das der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag vorlag. Den Tieren wurde auf den Farmen jahrelang in schmerzhaften Verfahren Galle zur Herstellung dubioser Heilmittel entzogen. Das ist seit 2005 verboten.

13-Jähriger entkommt Krokodil in Australien

Ein 13-jähriger Junge ist mit ein paar Bisswunden und viel Glück einem Krokodil in Australien entkommen. Der Junge war mit Freunden in einem Tümpel im Boodjamulla-Nationalpark im Norden des Landes schwimmen, als das anderthalb Meter lange Tier plötzlich auftauchte, wie die Zeitung „Northern Territory News“ am Donnerstag berichtete. „Ich sah es erst in letzter Sekunde“, berichtete der Junge namens Westen Frankland der Zeitung. Er habe nur die Zähne sehen können. „Es hat mich gepackt, dann aber losgelassen. Meine Freunde finden das alles ziemlich cool - von denen ist noch niemand von einem Krokodil gebissen worden“, sagte er.

Zoo nennt Affenbaby „Charlotte“ - und entschuldigt sich

Ein japanischer Zoo wollte zu Ehren der britischen Prinzessin Charlotte ein Affenbaby auf denselben Namen taufen - und hat dafür tierische Kritik eingesteckt. „Stellen Sie sich mal vor, was Sie empfinden würden, wenn man einem Affen den Namen der japanischen Kaiserfamilie geben würde“, zitierte die japanische Zeitung „Yomiuri Shimbun“ am Donnerstag einen empörten Bürger. Der als Futterplatz für wilde Makaken beliebte Takasakiyama Natural Zoological Garden entschuldigte sich daraufhin auf seiner Webseite. Man prüfe nun einen neuen Namen für den Affen. (Weiterlesen: Zoo entschuldigt sich für Affenbaby „Charlotte“) 

Ehepaar betreibt Feng-Shui-Hundepension

Feng Shui ist eine Jahrtausende alte chinesische Lehre über die harmonische Gestaltung von Lebensräumen, die auch in Deutschland viele Anhänger hat. Was für Menschen gut ist, kann auch Hunden nützlich sein, dachte sich das Ehepaar Els und Willem Bastinck und ließ sein Hundehotel im niedersächsischen Strücklingen nach den Feng-Shui-Regeln umgestalten. Seine vierbeinigen Gäste hören seitdem Entspannungsmusik, sehen auf Pflanzen und farbig gestrichene Wände. Abends ist das Licht gedämpft. Seit der Umgestaltung seien selbst problematische Hunde viel ruhiger geworden, sagt Willem Bastinck. (Weiterlesen: Ehepaar betreibt bei Cloppenburg Feng-Shui-Hotel für Hunde) 

Berliner erforschen den Großstadtfuchs

Berlins Stadtfüchse rücken in den Fokus der Wissenschaft. Das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) startet mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg das Projekt „Füchse in der Stadt“, an dem sich Berliner und Brandenburger als Bürgerwissenschaftler beteiligen sollen. „Wir haben bis heute keine Erklärung dafür, warum bestimmte Tierarten in der Stadt sehr gut zurechtkommen und andere nicht“, sagt IZW-Direktor Professor Heribert Hofer. Die Bürger sind aufgerufen, ihre Beobachtungen auf einer interaktiven RBB-Internetseite zu melden.