Tausende fliehen aus Angst vor Nachbeben Mehrere Tote bei Erdbeben auf den Philippinen

11.02.2017, 09:37 Uhr

Bei einem Erdbeben der Stärke 6,7 sind im Süden der Philippinen mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen und mehr als 100 verletzt worden. Darüber hinaus habe es in der Provinz Surigao del Norte am späten Freitagabend Stromausfälle gegeben, berichten Behörden.

Das Beben der Stärke 6,5 erschütterte am späten Freitagabend die Stadt Surigao auf der Insel Mindanao. Wie Provinzgouverneurin Sol Matugas dem Radiosender DZMM sagte, starb ein Mensch in seinem zusammengestürzten Haus. Die anderen Todesopfer, darunter auch ein vierjähriger Junge, wurden nach Behördenangaben von herunterfallenden Gegenständen erschlagen.

Die 152.000-Einwohner-Stadt wurde die ganze Nacht lang von Nachbeben erschüttert, viele Menschen verbrachten die Nacht im Freien auf Parkplätzen und Feldern. Tausende verängstigte Bewohner flohen aus Angst vor einem Tsunami in höherliegende Gebiete. Nach Angaben der örtlichen Zivilschutzbehörde stürzten in Surigao mehrere Häuser ein, in der Stadt fiel zudem der Strom aus. Am Samstag durchsuchten Rettungskräfte die Trümmer, um mögliche Überlebende zu finden.

Flüge wurden umgeleitet

Viele Gebäude wurden durch den Erdstoß beschädigt, darunter auch ein zweistöckiges Einkaufszentrum. Auch eine Brücke stürzte ein, zwei weitere wurden beschädigt. Weil auch die Start- und Landebahn des Flughafens Schäden davontrug, mussten nach Angaben des Zivilschutzes Flüge umgeleitet werden.

„Ich dachte, das Ende der Welt sei gekommen“, sagte der Bewohner Carlos Canseco dem Fernsehsender ABS-CBN. Sogar der Asphalt auf der Straße sei aufgeplatzt.

Die Philippinen liegen auf dem Pazifischen Feuerring, wo sich im Erdinnern verschiedene Platten untereinander schieben. Das letzte große Beben auf der Inselgruppe im Oktober 2013 hatte eine Stärke von 7,1. Damals kamen mehr als 220 Menschen ums Leben.