SC Rieste empfängt TuS Bersenbrück – Daniel Dauny: 0:5-Schlappe kein Maßstab Mit breiter Brust gegen den Favoriten

Von Bernhard Tripp | 01.09.2011, 14:05 Uhr

Auf Lage stehen sich am Sonntag wieder zwei alte Bekannte gegenüber. Kellerkind SC Rieste empfängt den TuS Bersenbrück, der leicht favorisiert ist und unbedingt den Spitzenplatz in der Bezirksliga behaupten will.

Trotz der 0:5-Schlappe in Lüstringen, die Rieste am Mittwoch kassiert hat, rechnet sich SCR-Trainer Daniel Dauny zumindest aufgrund des Heimvorteils einen Punkt aus; Rieste benötige dringend jeden Punkt. „Lüstringen war kein Maßstab“, sagte der 32-Jährige. Die Gegentore seien teilweise „unter passiver Mithilfe der Riester“ gefallen, die gegen Lüstringen offensichtlich Mut und Herz in der Kabine gelassen hätten.

Dauny will stattdessen an die gute Leistung in Bad Laer anknüpfen; auch am Mittwoch habe der SCR zumindest bis zur Pause gut mitgehalten. „Jedes Derby setzt zusätzliche Kräfte frei“, kündigte der 32-Jährige an, auf Lage mit breiter Brust den Kampf gegen den „großen Bruder“ anzunehmen.

Auch sein Gegenüber auf der TuS-Bank, Frank Baier, weiß um die Unwägbarkeiten, die ein solches Nachbarschaftsduell mit sich bringt, und wehrt sich gegen die Favoritenrolle. „Wir haben intensiv an unseren Fehlern gearbeitet“, sagte Bersenbrücks Trainer mit Blick auf die vielen Gegentore, die der TuS völlig unnötig bisher kassiert habe. Schließlich könne niemand davon ausgehen, dass selbst ein so guter Sturm wie der Bersenbrücker immer ein Tor mehr schieße, als die Abwehr zulasse. Baier kann seine „Wunschelf“ immer noch nicht aufbieten, traut aber den eingesetzten Spielern zu, die übertragenen Aufgaben zufriedenstellend zu lösen.

Dauny kann im Übrigen vielleicht schon übermorgen ein Ass aus dem Ärmel ziehen: Rieste hat sich auf dem Transfermarkt um einen offensiven Mittelfeldmann bemüht; nur fehlte gestern noch die Zustimmung aus Hannover.