Sanitätsbereich aufgebaut Meller Spenden helfen Gefängnisarzt in Polen

Von Christoph Franken | 25.06.2013, 14:51 Uhr

Dank der Hilfe aus Melle ist vor wenigen Tagen im Gefängnis der polnischen Stadt Ilawa ein Sanitätsbereich aufgebaut worden. Wie berichtet gibt es dort zwar den Gefängnisarzt Wiktor Chmielarczyk, der aber für die 1300 Insassen noch nicht einmal eine Untersuchungsliege hatte.

Mithilfe eines Freundes, des Oberarztes und Psychiaters Jacek Namyslowski aus Melle und dem Diakonischen Werk (DW) wurde sehr schnell ein Hilfstransport zusammengestellt.

Die nach Polen geschickten Untersuchungsgeräte aus einer Praxisauflösung und sogar ein ausgemusterter Operationstisch dienen jetzt der qualifizierten ärztlichen Betreuung in der Haftanstalt. „Verurteilt, aber nicht verdammt – so lautet der Kerngedanke der humanitären Unterstützung“, betonten Patricia Bonney und Burkhard Teschner vom DW während ihres Besuchs im Gefängnis.

Es schloss sich ein Symposium an, bei dem Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Umgang mit Straftätern in Deutschland und Polen beleuchtet wurden. Der Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer seien zwar nur in begrenztem Umfang realisierbar, sollen aber im Rahmen der deutsch-polnischen Begegnung weitergeführt werden, sagte DW-Geschäftsführer Heiko Grube.