Parlamentarische Anfrage In den Niederlanden kann man Fahrstunden mit Sex bezahlen

Von Sven Kienscherf | 18.12.2015, 13:26 Uhr

Fahrlehrer in den Niederlanden können ihre Dienstleistungen auch gegen Sex anbieten, ganz legal. Das hat die Regierung auf eine parlamentarische Anfrage hin bestätigt.

Offenbar soll es in den Niederlanden Fahrschulen geben, die damit geworben haben, dass man Fahrstunden gegen Sex erhält. Niederländischen Medien zufolge werben Unternehmen mit Sprüchen wie „Ritje voor een Ritje“, was auf Deutsch etwa so viel bedeutet wie „Ein Ritt für eine Fahrt“.

Allerdings: Wie viele solcher Angebote es überhaupt gibt und wie ernst gemeint sie sind, ist unklar. Auch ob sich Fahrschüler auf die Praxis eingelassen haben, ist nicht belegt. Immerhin sah sich die niederländische Regierung veranlasst, auf eine parlamentarische Anfrage der christlichen Kleinstpartei „ChristenUnie“ zu antworten.

Mindestens 18 Jahre alt

Demnach sind solche Offerten nicht illegal, solange die Beteiligten mindestens 18 Jahre alt sind und das Angebot von dem Fahrlehrer ausgeht und nicht vom Fahrschüler. Umgekehrt wäre es nämlich illegale Prostitution. Das teilten Justizminister Ard van der Steur und Infrastrukturministerin Melanie Schultz van Haegen in einer fünfseitigen Antwort mit. Die Politiker stellten aber auch klar, dass sie die Praxis ablehnen und dass es sich dabei um Einzelfälle handelt.

Der niederländische Fahrlehrerverband distanziert sich laut Medienberichten von derartigen Angeboten. Die Unternehmen seien nicht Mitglieder des Verbands.