Diagnose immer noch unklar Mysteriöse Hundekrankheit in Norwegen: Todeszahl steigt weiter

Von dpa | 26.09.2019, 16:34 Uhr

Die Behörden in Norwegen rätseln weiter über die Ursachen der Hundekrankheit, die schon mehr als 40 Tiere tötete.

Die Ursache für die in Norwegen grassierende Hundekrankheit ist immer noch unbekannt, wie es am Donnerstag weiter auf der Webseite der norwegischen Lebensmittelaufsicht Mattilsynet hieß. In einer Mitteilung vom Mittwoch erklärte die Behörde, seit dem 1. August sei in mindestens 173 Fällen blutiger Durchfall bei den Vierbeinern gemeldet worden. Mittlerweile seien schätzungsweise 43 Hunde mit vergleichbaren Krankheitssymptomen gestorben.

Darminfektion trifft alle Rassen

Die letzten Fälle wurden den norwegischen Behörden aus völlig unterschiedlichen Landesteilen gemeldet. Von der Darminfektion sind laut dem norwegischen Veterinärinstitut fast 90 unterschiedliche Hunderassen betroffen. Nach Angaben des Instituts wurde bei zwölf von 15 obduzierten Hunden das Bakterium Providencia alcalifaciens gefunden, das dafür bekannt sei, Durchfall – allerdings keinen lebensbedrohlichen – hervorrufen zu können.

Durchfall ist eine bei Hunden häufig vorkommende Krankheit, weshalb nicht jede Erkrankung zwingend mit dem mysteriösen Ausbruch zusammenhängen muss.

In Norwegen gibt es nach Angaben des Norsk Kennel Klubs rund 560.000 Hunde. Den Besitzern wurde empfohlen, ihre Tiere an der Leine zu halten und den Kontakt mit anderen Hunden zu meiden.

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