Motorrad-WM: Bradls Dauerrivale Marquez siegt in San Marino Vorsprung schmilzt dahin

Von dpa | 04.09.2011, 16:53 Uhr

Gejagter und Jäger in einer Person: Stefan Bradl hat im Krimi Motorrad-WM die Hauptrolle übernommen. Der Spitzenreiter der Moto2-Klasse muss sich den Angriffen seines bärenstarken Kontrahenten Marc Marquez erwehren, darf diesen aber auf der Strecke nicht entkommen lassen. Beim San Marino-Grand-Prix am Sonntag feierte Marquez seinen sechsten Saisonsieg und rückte bis auf 23 Punkte an Bradl heran, der mit Kämpferherz und technischer Klasse Platz zwei erreichte und damit weiter Schadensbegrenzung betrieb.

Nachdem Bradl alle Trainingseinheiten samt Qualifikation beherrscht hatte und zum siebten Mal in diesem Jahr von Startplatz eins aus ins Rennen gegangen war, musste er sich erneut seinem Dauerrivalen geschlagen geben. „Ich bin nicht so glücklich wie nach dem Qualifying“, gestand der Zahlinger. Niedrigere Asphalt-Temperaturen wirkten sich negativ auf seine Reifen aus. „Die haben heute nicht so gearbeitet wie im Training“, meinte der 21-Jährige.

In den 26 Runden durchlebte er ein Wechselbad der Gefühle. Bereits in Runde eins gab es eine Schrecksekunde, als er einen Sturz nur mit Mühe verhindern konnte. Positionskämpfe sorgten dafür, dass er mal Erster, lange Zeit aber auch nur Vierter war. „In den letzten Runden ist mir das Hinterrad immer wieder ausgebrochen, obwohl ich auf der Bremse richtig stark war. Ich habe Andrea Iannone in Schach gehalten, aber eben leider den einen oder anderen Fehler zu viel gemacht“, so Bradl.

In der Achtelliter-Klasse musste sich Sandro Cortese mit Rang vier begnügen. Sieger wurde WM-Spitzenreiter Nicolas Terol aus Spanien.