Diskussion auf Twitter "Beschissene Eltern": Moderatorin beleidigt Migranten – Chris Evans gibt Kontra

Von Kim Patrick von Harling | 03.08.2019, 11:39 Uhr

Das Thema "Einwanderungspolitik" erhitzt die Gemüter in den USA. Das zeigt auch ein Kommentar auf Twitter einer Fox-News-Moderatorin. In diesem beleidigt Tomi Lahren Migranten mit Kindern als "beschissene Eltern". Chris Evans, seines Zeichens US-Schauspieler, reagiert mit deutlichen Worten.

In den Comicverfilmungen in seiner Rolle als "Captain America" kämpft US-Schauspieler Chris Evans für Gerechtigkeit und gegen Bösewichte. Offensichtlich fühlt er sich auch als Privatmann berufen, Ungerechtigkeiten anzusprechen. So geschehen jetzt in Form eines Tweets. Nachdem die Fox-News-Moderatorin Tomi Lahren mit harschen Worten Migranten attackiert hatte, reagierte der 38-jährige Evans ebenfalls deutlich – eine Diskussion entfachte:

"Wenn du deine Kinder 200 Meilen unter gefährlichen Bedingungen latschen lässt, bist du nicht nur ein Verbrecher, sondern zudem ein beschissener Elternteil", heißt es im Tweet von Lahren. Damit spielt sie unter anderem auf die Menschen an, die von Mexiko in die USA gelangen wollen.

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Evans zeigte sich überrascht und entsetzt von diesen Worten. Auf Twitter antwortete der Schauspieler: "Wow. Das völlige Fehlen von Sympathie, Respekt und generellem Bewusstsein sind erstaunlich. Meine Kinder würde ich durchs Feuer tragen, um aus der Hölle zu entkommen."

Beide Seiten erhielten sowohl Zustimmung als auch Ablehnung. Seine Reaktion erhielt über eine halbe Millionen Likes, über 10.000 Kommentare sammelten sich unter seinem Tweet. Lahren ist offensichtlich eine überzeugte Republikanerin und für ihre harsche Wortwahl auf Twitter bekannt. In der Folge attackierte sie auch die mögliche Trump-Herausforderin Kamala Harris:

"Kamala, hast du für deine Ideale gekämpft oder hast du dich mit Willie Brown nach oben geschlafen?", postete Lahren während der TV-Debatte der möglichen demokratischen Präsidentschaftskandidaten. Hintergrund: Harris war in den 1990er-Jahren mit dem Politiker Willie Brown liiert. Später entschuldigte sich Lahren für ihre Wortwahl: