Mehr als 70 Menschen verletzt Rock am Ring 2016: Was Blitze so gefährlich macht

Von dpa | 07.06.2016, 09:49 Uhr

Wer von einem Blitz getroffen wird, kann schwer verletzt oder sogar getötet werden.

Blitze sind elektrische Entladungen, die durch Reibung von Wolkenteilen entstehen. In Deutschland gibt es dadurch jährlich durchschnittlich rund 130 Verletzte und drei bis sieben Todesfälle.

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Art und Umfang der Verletzungen hängen davon ab, an welchen Körperstellen der Mensch getroffen wird, wie die elektrische Energie fließt und wie die Wirkungen auf das zentrale Nervensystem sind. Die Spanne reicht von Herz- und Atemstillstand über Verbrennungen, vorübergehende Muskel- und Nervenlähmung, Bewusstseinsstörung bis zu chronischen Schmerzen und Persönlichkeitsänderungen.

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Am gefährlichsten ist es, wenn man direkt getroffen wird. Die Spannung am Körper steigt auf mehrere 100.000 Volt an, was tödlich sein kann. Es gibt aber immer wieder Fälle, in denen Menschen überleben. Spätfolgen können jedoch noch über Jahre auftreten.

Gefahr droht ebenfalls, wenn man sich bei Gewitter unter Bäumen aufhält oder in der Nähe von Gegenständen, die vom Blitz getroffen werden. Der Strom kann dann überspringen. Fährt der Blitz direkt ins Gelände, bleibt es rund um die Einschlagstelle noch 30 Meter und weiter gefährlich, da sich der Strom im Boden ausbreitet.