Lessings „Nathan der Weise“ am Freitag in der Johanniskirche Altes Plädoyer für Toleranz

Von PM. | 22.09.2011, 15:35 Uhr

Christen, Juden und Muslime sollten sich gegenseitig achten und ihre verschiedenen Glaubensauffassungen respektieren. Dafür plädierte Gotthold Ephraim Lessing in seinem 1779 verfassten fünfaktigen Ideendrama „Nathan der Weise“.

Auf Einladung von Kul-Tür präsentiert das Ensemble Theatrum vom Schloss Hohenerxleben am Freitag, 23. September, um 20 Uhr Lessings „Nathan der Weise“ in der St.-Johannis-Kirche in Rahden. Das Werk hat als Themenschwerpunkte den Humanismus und den Toleranzgedanken der Aufklärung.

Besonders wichtig dabei ist die Ringparabel, mit der Lessing darauf hinweisen wollte, dass niemand weiß, welche der drei monotheistischen Religionen – Christentum, Judentum, Islam – der Wahrheit entspricht. Kein Vertreter dieser verschiedenen Glaubensauffassungen sollte den Anspruch erheben, im alleinigen Besitz der Wahrheit zu sein.

Einige Besonderheiten machen diesen eigens für den Kirchenraum konzipierten „Nathan“ zu einem besonderen Erlebnis: Mann und Frau ist Nathan und umfasst auch in dieser Hinsicht das ganze Menschsein.

Das Ensemble Theatrum ergänzt die ureigene Kraft des Dichter-Wortes mit mehrstimmigen Gesängen und Instrumentalstücken (Harfe, Geige und persische Santur) aus den drei Kulturbereichen. All das passt in einen Kirchenraum, klingt lange und weit nach.

Infos unter www.kul-tuer.de