Kommentar zum Trend auf Parkplatz Parkplatzüberwachung bei Supermärkten: Kontrolle ist besser

Meinung – Claudia Scholz, Claudia Scholz | 11.06.2018, 08:17 Uhr

Die verschärfte Überwachung durch Sensoren dürfte rücksichtslosen Falschparkern sauer aufstoßen: Das Manipulieren der Parkscheibe, Parken ohne Parkschein, das schnelle Abstellen auf Behindertenparkplätzen wäre mit Sensoren passé. Doch für alle anderen, die sich an die Regeln halten, wäre die Technologie ein Gewinn.

Weniger Herumgekurve in den Straßen, gerechteres und einfacheres Bezahlen. Wer jetzt an Überwachung à la Big Brother denkt, liegt falsch. Die Magnetfelddetektoren sind keine Kameras, die Personendaten erheben. Das macht sie für Kommunen und andere Betreiber attraktiv, denn Diskussionen mit Datenschützern und Bürgern erübrigen sich.

Im englischsprachigen Raum werden die Sensoren von manchen Kommunen schon zur Gewinnmaximierung eingesetzt. Die Parkgebühren passen sie der jeweiligen Situation an und setzen sie beispielsweise bei geringem Angebot zu nachfragestarken Zeiten hoch. Eine sehr marktwirtschaftliche Denke, die in Deutschland vermutlich auf Widerstand stoßen würde.

Knappe Güter kosten aber nun einmal. Und die Kommunen werden in Zukunft nicht darum herumkommen, die wenigen Parkplätze für die vielen Autos cleverer zu bewirtschaften. Und vielleicht führt die rigorose Überwachung ja auch dazu, dass mehr Menschen ihr Auto zu Hause lassen.