Kirche Papst: Mehr Mitgefühl gegenüber Homosexuellen

20.09.2013, 12:23 Uhr

epd München/Frankfurt a.M.. Papst Franziskus hat die katholische Kirche zu mehr Mitgefühl gegenüber homosexuellen Paaren ermahnt. „Wir müssen sie mit Barmherzigkeit begleiten“, sagte das katholische Kirchenoberhaupt.

Er äußerte sich in einem am Freitag veröffentlichten Exklusiv-Interview für Zeitschriften des Jesuitenordens. Franziskus bekräftigte seine Aussage vom Juli: „Wenn eine homosexuelle Person guten Willen hat und Gott sucht, dann bin ich keiner, der sie verurteilt.“ Es dürfe keine „spirituelle Einmischung in das persönliche Leben geben“.

Wenn Gott eine homosexuelle Person sieht, „schaut er die Tatsache mit Liebe an oder verurteilt er sie und weist sie zurück“, fragte Papst Franziskus: „Man muss immer die Person anschauen. Wir treten hier in das Geheimnis der Person ein. Gott begleitet die Menschen durch das Leben und wir müssen sie begleiten und ausgehen von ihrer Situation.“

Zugleich räumte das Kirchenoberhaupt ein: „Wir können uns nicht nur mit der Frage um die Abtreibung befassen, mit homosexuellen Ehen, mit den Verhütungsmethoden. Das geht nicht. Ich habe nicht viel über diese Sachen gesprochen. Das wurde mir vorgeworfen. Aber wenn man davon spricht, muss man den Kontext beachten.“ Franziskus verwies zudem auf die von der Kirche bekannten Ansichten zu diesen Themen. „Und ich bin ein Sohn der Kirche“, fügte er hinzu.