Individuelle Namen im Trend Eltern benennen Kinder nach Instagram-Filter

02.12.2015, 13:35 Uhr

Individualität ist wichtig – besonders in Hipsterkreisen. Das soll sich natürlich auch in den Namen für ihre Kinder niederschlagen. Wie das Internetportal mashable.com berichtet, benennen Eltern ihre Kinder immer häufiger nach Instagram-Filtern.

Demnach schnellten in diesem Jahr in den USA besonders die Namen Lux, Ludwig und Amaro für Jungen sowie Juno und Valencia für Mädchen im Ranking der beliebtesten Kindernamen nach oben. Sie alle sind Namen von Filtern des sozialen Fotonetzwerks Instagram. Valencia stieg laut mashable.com um 26 Prozent, Lux sogar um 75 Prozent. Daneben sind in den USA vor allem Unisex-Vornamen stark im Trend. Sind James und Wyatt Mädchen oder Jungen? Das bleibt unklar, bis man das Kind sieht. US-Medien schreiben in einer Halbjahresbilanz zu Vornamen im Juli schon, dass 2015 als „Jahr der geschlechtsneutralen Namen“ in die Geschichte eingehen könnte. (Weiterlesen: Emma und Ben sind 2014 die beliebtesten Vornamen) 

Buchstabentausch in Deutschland im Trend

Der Trend zur Individualisierung von Kindernamen zeigt sich, im Vergleich zu den USA jedoch stark abgeschwächt, allerdings auch in Deutschland. Hierzulande sind zwar weiterhin klassische Namen wie Julia, Carl, Ben und Emma angesagt, allerdings mit individuellem Touch – wie etwa einem Buchstabentausch. Ein Y für ein J – und Yulia ist wieder en vogue oder Yan erlebt neue Höhenflüge. Ein C ersetzt das K: Dann wird aus dem rustikalem Karl dank einem simplen Trick der schicke Carl. „Bei uns sucht man zur Zeit eher nach großen Individualisierungsmerkmalen, die trotzdem alltagstauglich sind“, sagt Namensexpertin Frauke Rüdebusch von der Gesellschaft für deutsche Sprache. Viele Eltern wollten ihrem Kind mit einem ausgefallenen und individuell klingenden Vornamen möglichst viel Individualismus mitgeben - besonders, weil der Name auf den ersten Blick etwas eigentümlich aussehe. (Weiterlesen: Warum darf ein Kind Matt-Eagle heißen? )