HSG Nordhorn-Lingen will Auftaktsieg gegen Potsdam vergolden Heiß auf das erste Heimspiel

Von Uli Mentrup | 09.09.2011, 11:23 Uhr

Eitel Sonnenschein bei Handball-Zweitligist HSG Nordhorn-Lingen, der das Auftaktspiel beim hoch gehandelten TV Emsdetten souverän gewonnen hat. Verschnupft ist nur Trainer Heiner Bültmann, der sich vor der Heimpremiere am heutigen Samstag um 19.30 Uhr gegen den 1. VfL Potsdam bemüht, seine Spieler nicht anzustecken. „Ich gebe niemandem die Hand“, hofft der 40-Jährige auf baldige Besserung.

Da Toon Leenders und Matthias Struck ihre leichten Blessuren auskuriert haben, fehlt nur der länger verletzte Matthias Poll. „Wir sind heiß auf das erste Heimspiel“, weiß Bültmann, dass seine Spieler die Auftaktpunkte mit einem weiteren Sieg vergolden wollen. „So ein Erfolg gibt Schwung“, betont der Coach. Die Stimmung ist bestens. Übermut befürchtet Bültmann nicht. „Wir haben gar keine Typen dafür.“ Im Gegenteil: Oft genug fordert er die Spieler auf, noch selbstbewusster aufzutreten. Das sollte nach dem Erfolg von Emsdetten leichterfallen. Bültmann bewertet es als besonders positiv, dass sein Team beim Pokalspiel in Springe und auch in Emsdetten trotz eines Rückstandes und hitziger Atmosphäre ruhig geblieben ist. Als echte Verstärkung und sicherer Torschütze hat sich Neuzugang Jens Wiese gezeigt.

Einziger Potsdamer Neuzugang ist der Junioren-Nationalspieler René Drechsler (Wilhelmshaven). Die Mannschaft ist erfahren und eingespielt. Die routinierten Gabor Pulay (41 Jahre), Stephan Mellack (31), Lars Melzer (30), Enrico Bolduan (31) und Alexander Urban (31) spielen schon seit geraumer Zeit zusammen. Bültmann bescheinigt den Potsdamern „ein gutes Niveau“. Überragend beim Auftaktsieg zeigte sich Torwart Pulay. Das VfL-Team lässt den Ball schnell zirkulieren, macht viel Dampf bei den Gegenstößen und ist vor allem durch Schlagwürfe aus der Halbdistanz brandgefährlich. Dennoch setzt der Gastgeber auf seine Heimstärke. Das Nordhorner Euregium soll eine uneinnehmbare Festung bleiben.