Gesellschaft für deutsche Sprache Experten küren „Wort des Jahres“ 2015

Von dpa | 11.12.2015, 06:32 Uhr

Flüchtlinge, die Griechenland-Krise oder doch der Abgasskandal? Aus welchem Bereich kommt das „Wort des Jahres“ 2015? Die Jury sorgte in der Vergangenheit schon für Überraschungen.

Das Thema Flüchtlinge wird voraussichtlich bei der Wahl zum „Wort des Jahres“ weit vorne vertreten sein. Es ist aber keineswegs sicher, dass der siegreiche Begriff aus dieser Sparte kommt. Für Konkurrenz sorgen 2015 unter anderem der Abgasskandal rund um den Autohersteller VW oder die Diskussion um eine drohende Griechenland-Pleite.

Die Jury der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden muss aus rund 2500 Vorschlägen auswählen - das „Wort des Jahres“ 2015 soll an diesem Freitag um 10 Uhr bekannt gegeben werden.

Fundstücke aus Medien und Einsendungen von Außenstehenden

Im Rennen sind Wörter und Wendungen, die das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben eines Jahres sprachlich besonders bestimmt haben. Das wären 2015 auch Begriffe rund um die Pegida-Demonstrationen und um Islamismus. Basis für die Arbeit der Jury sind Fundstücke aus Medien und Einsendungen von Außenstehenden. Weiterlesen: Szene-ABC: Was 2015 angesagt war 

Für die Auswahl entscheidend ist der GfdS zufolge nicht die Häufigkeit eines Ausdrucks, sondern vielmehr seine Signifikanz und Popularität.

Die Berliner „Lichtgrenze“ zum Mauerfall-Jubiläum war das Wort des Jahres 2014.

Die Sieger seit 2004:

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  • 2013: GroKo
  • 2012: Rettungsroutine
  • 2011: Stresstest
  • 2010: Wutbürger
  • 2009: Abwrackprämie
  • 2008: Finanzkrise
  • 2007: Klimakatastrophe
  • 2006: Fanmeile
  • 2005: Bundeskanzlerin
  • 2004: Hartz IV

Die Aktion der Gesellschaft für deutsche Sprache gibt es bereits seit dem Jahr 1977.