300 Fernreisen in 40 Jahren Fotograf und Abenteurer Michael Martin hadert mit seiner CO2-Bilanz

Von Elke Schröder | 30.09.2022, 01:00 Uhr

Naturfotograf und Autor Michael Martin ist seit 40 Jahren weltweit mit der Kamera unterwegs. In Deutschland ist er jetzt mit seiner Multivisionsshow „Terra - Gesichter der Erde“ auf Tour.

Michael Martin (59) sieht seine berufliche CO2-Bilanz mittlerweile „kritisch”. Im Interview mit unser Redaktion sagte er: „Ich hoffe auf sparsamere Flugzeuge, aber das dauert. Bis dahin spare ich Flugmeilen, wo immer es geht, oder fliege keine Kurzstrecken. Ich habe eine Bahncard 100, sogar in die Mongolei bin ich mit der Bahn gefahren.”

Der Autor und Vortragsreferent tourt derzeit durch Deutschland mit seinem multimedialen Projekt „Terra - Gesichter der Erde”. Dafür hat  er innerhalb von fünf Jahren 32 Fernreisen in alle Klimazonen der Erde unternommen.

Der Geograf schaut trotz des Klimawandels optimistisch in die Zukunft: „Ich glaube, dass wir auf der Welt die Probleme gelöst bekommen. Wichtig ist jetzt aber, umzusteuern: CO2 zu sparen und die Dramatik nicht zu unterschätzen.” Besorgniserregend sei dagegen das Artensterben, „weil eine verlorene Art nicht wiederkommt“. 

Die Wüsten der Erde bereist

Für seine Bücher, Vorträge und Filme hat der Abenteurer in 40 Jahren 300 Fernreisen gemacht; unter anderem hat er die Wüsten der Erde mit der Kamera bereist.

Allerdings sei er für eine Reise immer nur zwei bis drei Wochen unterwegs und danach wieder zu Hause in München oder auf Tournee: „Zum einen hat das mit meinen Veranstaltungen zu tun, von denen ich lebe. Zum anderen hat es mit meiner familiären Situation zu tun. Ich wollte bewusst kein Aussteiger sein, der nur den Anrufbeantworter laufen hat. Ich wollte auch immer Freunde und Familie haben.”

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