Fläche soll eingesät werden Quakenbrück: Bagger reißt Lumpenfabrik in der Neustadt nieder

05.09.2011, 16:34 Uhr

Die Lumpenfabrik in der Friedrichstraße in der Quakenbrücker Neustadt galt viele Jahre lang als „Sinnbild des Verfalls“. Damit ist nun Schluss.

Vor einigen Tagen hat eine Fachfirma aus Hörstel begonnen, mit dem Bagger das ehemalige Sortiergebäude niederzureißen, nachdem ein Schuppen sowie weitere Hallen im hinteren Teil des Grundstückes an der Friedrichstraße/Ecke Ostlandstraße bereits dem Erdboden gleichgemacht worden waren. Etwa 130 000 Euro kostet die Stadt Quakenbrück der Abbruch auf dem nun stadteigenen Grundstück.

Noch im September soll von dem Gebäude, das in den 1930er-Jahren das Torfheizkraftwerk für den benachbarten Fliegerhorst beherbergte, nichts mehr zu sehen sein. Nach Kriegsende bezog unter anderem die Firma Adolf Ellermann Hadern Sortierung den Komplex. Aus dieser Zeit stammt auch der Name Lumpenfabrik.

Den Abriss organisiert Architekt Andreas Küpker, der das Gebäude vorab genau unter die Lupe genommen hatte. Vor allem ging es darum, mit Chemikalien belastete Baustoffe aufzulisten und die (Wieder-)Verwertung zu klären. Wenn der Bauschutt abgefahren worden ist – größtenteils dürften die Steine geschreddert und als Unterbau für den Straßenbau verwendet werden –, soll die Fläche nach Angaben der Stadtverwaltung eingesät werden.