Fahrer verlor die Kontrolle Transporter kracht in Wohnhaus – 20.000 Liter Gülle ausgelaufen

11.02.2017, 21:42 Uhr

20.000 Liter Gülle sind in Rieseby im Kreis Rendsburg-Eckernförde aus einem Gülletransporter geflossen. Das Fahrzeug war aus einer Kurve gekippt und gegen ein Wohnhaus gekracht.

Es war kurz nach 13 Uhr, als der Fahrer eines mit 25.000 Litern beladenen Gülletransporters in einer scharfen Linkskurve bei Lindaunis (Kreis Rendsburg-Eckernförde) an der Bahnstrecke zwischen Eckernförde und Süderbrarup die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Der Transporter kippte nach rechts in die Flanke eines Doppelhauses hinein, an der er noch ein Stück entlangrutschte, bis er zum Liegen kam. Dabei riss das Fahrzeug ein großes Loch in die Hauswand; 20.000 Liter Gülle liefen aus.

In dem Doppelhaus befanden zum Zeitpunkt des Unfalls zwei Männer. In der rechten, stärker betroffenen Hälfte wohnte eigentlich eine Frau mit ihren beiden Söhnen, von denen aber nur der 19-Jährige zuhause war, als das Unglück geschah. Er hatte sich im ersten Stock schlafen gelegt; nur eine dreiviertel Stunde vorher hatte er das Bad besucht, in das der Transporter das Loch in der Wand riss. Er blieb unverletzt. In der linken Haushälfte lag der Hauseigentümer im Mittagsschlaf. Der 50-Jährige blieb ebenfalls unverletzt.

Dem Fahrer (54) gelang es, aus dem völlig demolierten Führerhaus auszusteigen. Er erlitt einen Schock und wurde in das Krankenhaus Eckernförde gebracht.

Die Feuerwehr und der Löschzug Gefahrgut rückten aus. Sie mussten die restlichen 5000 Liter aus dem Fahrzeug abpumpen. Doch zunächst galt es, jene Gülle, die bereits in die Riesebyer Au gelangt war, am Weiterfließen zu hindern.

Derweil war das ebenfalls herbeigerufene THW damit beschäftigt, das stark beschädigte Gebäude zu sichern. Unter anderem musste die Decke abgestützt werden. Erst nach diesen Arbeiten konnte mit der Bergung des Lkw begonnen werden. Ob das Haus abgerissen werden muss, war unklar.

Am Abend hatten die Einsatzkräfte das Fahrzeug wieder aufgerichtet. Die Feuerwehr kümmerte sich darum, die ausgelaufene Gülle zu beseitigen. Zu möglichen Umweltschäden konnte ein Polizeisprecher zunächst nichts sagen.

Die Strecke zwischen Rieseby und Lindaunis war für Stunden gesperrt. Die Unfallursache war laut Polizei noch ungeklärt.