Erstes Duell bei einem Südverein Nordhorn-Lingen betritt Neuland in Neuhausen

Von Uli Mentrup | 15.09.2011, 18:34 Uhr

Am dritten Spieltag der neuen eingleisigen 2. Handball-Bundesliga trifft die HSG Nordhorn-Lingen erstmals auf einen Verein aus der früheren Südstaffel. Die Mannschaft von Trainer Heiner Bültmann betritt Samstag um 20 Uhr beim TV 1893 Neuhausen in Metzingen Neuland.

Auch für Bültmann ist der Gegner – abgesehen vom Videostudium – eine unbekannte Größe. Allerdings kennt der 40-Jährige seinen Kollegen, den Gymnasiallehrer Markus Gaugisch. Der schwäbische Gastgeber wertet die Qualifikation für die neue Liga als Riesenerfolg. Der TVN belegte in der Südstaffel den achten Platz. Schon am ersten Spieltag sorgte das Team für Aufsehen. Es distanzierte den SV Post Schwerin 34:26 (18:11). „Nach 15 Minuten hatte Neuhausen den Gegner im Griff“, weiß Bültmann.

Der TV Neuhausen gilt wegen der offensiven 3-2-1-Deckungsreihe als typischer Südvertreter. Die Spieler sind gut ausgebildet, sicher im Abschluss und haben Zug zum Tor. Die Mischung von jüngeren und erfahreneren Akteuren passt. Im Tor steht mit Thomas Bauer ein österreichischer Nationalkeeper. Die enge Hofbühlhalle ist mit 1300 Zuschauern regelmäßig ausverkauft. „Die Zuschauer stehen direkt neben der Bank“, rechnet Bültmann mit einem hitzigen Gefecht.

Neu ist für etliche HSG-Spieler die Anreise am Vortag der Partie. Der Bus startet am Freitag schon um 8 Uhr, abends stehen Videostudium und Training auf dem Programm. Der Tabellenzweite reist mit nur neun Feldspielern an. Matthias Poll hat gerade erst wieder mit dem Lauftraining begonnen. Florian Lammering hat sich beim Spiel der Zweiten in Wilhelmshaven eine Platzwunde und eine Gehirnerschütterung zugezogen. Er lag zwei Tage im Krankenhaus. Luca de Boer fehlt wegen einer Studienfahrt nach Florenz am Wochenende und am Mittwoch im Pokalspiel gegen Lemgo. „Wir wollen nicht jammern“, setzt der Trainer auf die Vielseitigkeit seiner Spieler. Mit Toon Leenders steht zwar nur ein Kreisläufer zur Verfügung, aber Pavel Mickal oder Nils Meyer könnten einspringen. Zwei Siege und starke Vorstellungen besonders in der Abwehr sollten für Selbstvertrauen gesorgt haben.