Erste Sitzung des neuen Rats Groß Berßen Um Dorf verdient gemacht

Von Willi Rave | 20.12.2011, 23:00 Uhr

Einen relativ großen Aderlass hat der Rat der Gemeinde Groß Berßen bei der Kommunalwahl hinnehmen müssen: Vier der neun Mitglieder sind im neuen Ortsparlament nicht wieder vertreten und wurden jetzt verabschiedet.

Bürgermeister Reinhard Kurlemann konnte dem Rat mitteilen, dass er erstmals über keine über- und außerplanmäßigen Ausgaben zu befinden habe. Zu den Kosten der Beförderung der Kindergartenkinder erklärte er, dass die Eltern pro Kind einen Monatsbeitrag von zehn Euro zahlten und die Gemeinde pro Kind monatlich 27 Euro „draufpacke“. Der Rat beschloss, den südlichen Teil der Dorfstraße um ein weiteres Teilstück von 150 Metern auf 3,50 Meter zu verbreitern. Gemäß dem ursprünglichen Ratsbeschluss erstreckt sich die Maßnahme auf eine Länge von 600 Metern, wovon 400 Meter bereits fertiggestellt und 200 Meter sich im Bau befinden. Im Neubaugebiet „Mitteldorfs Holz“ sollen fortlaufend weitere energiesparende LED-Straßenlaternen aufgestellt werden. Das Gesamt-Investitionsvolumen bezifferte Bürgermeister Kurlemann mit 8000 Euro. Bürgermeister Reinhard Kurlemann zeichnete im Auftrag des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes zwei Mitglieder des Groß Berßener Rates mit der Ehrenurkunde des kommunalen Spitzenverbandes kreisangehöriger Städte, Gemeinden und Samtgemeinden aus: Gerd Deimann und Heinz Hinrichs wurden vor 20 Jahren in das Ortsparlament ihrer Heimatgemeinde gewählt. Deimann ist stellvertretender Bürgermeister. „Ihr habt euch bleibende Verdienste um unser Dorf erworben“, sagte Kurlemann, der auch „Abschiedsurkunden“ aushändigen musste. Hermann Abeln hatte sich nach 25 Jahren nicht wieder um ein Mandat beworben. Er war 15 Jahre stellvertretender Ratsvorsitzender und Mitglied des Samtgemeinderates. Frank Hülskamp war zehn Jahre Ratsherr, und Rainer Kannaß sowie Andreas Tiemann gehörten dem Groß Berßener Rat eine Legislaturperiode lang an. Bürgermeister Kurlemann unterstrich, sie alle seien Anwälte und Wahrer der Bürgerinteressen gewesen.