Drei Monate Arbeitszeit Borkener baut Replikat des Batmobils Tumbler

Von Almut Hülsmeyer, Almut Hülsmeyer | 11.03.2016, 12:17 Uhr

Riesige Reifen und eine scharfkantige Karosserie verleihen ihm sein martialisches Aussehen: dem Batmobil Tumbler aus den Christopher-Nolan-Filmen. Oliver Wirtz aus Borken hat ein Replikat des bekannten Filmfahrzeugs gebaut.

Zwölf Wochen lang hat er in seiner Werkstatt geschweißt, gesägt und geschraubt, um einen gebrauchten Strandbuggy in das bekannte Batmobil zu verwandeln. Als Vorlage dienten ihm verschiedene Bilder aus dem Internet und ein 1:16-Modell des Tumblers. Aus Pappe baute er zunächst die Fahrzeughülle vor, bevor er die Stahlbleche zuschnitt und zusammensetzte.

Im Nachbau berühmter Filmautos hat Wirtz Erfahrung. Acht DeLoreans hat er in den vergangenen zwei Jahren in die Zeitmaschine aus der Filmtrilogie „Zurück in die Zukunft“ verwandelt. Schon als Medizinstudent habe er an Autos rumgeschraubt, sagt der Arzt aus dem Münsterland im Gespräch mit unserer Redaktion. Später restaurierte er verschiedene Wagen, bevor er begann, Replikate der Timemachine zu bauen. Der Tumbler sei aber noch einmal eine neue Herausforderung für ihn gewesen: „Ich war nicht sicher, ob ich das wirklich hinbekomme. Ich hatte ja keine Baupläne.“ (Weiterlesen: Oliver Wirtz verwandelt DeLoreans in Zeitmaschinen) 

Fahrbarer Koloss

Besonders schwierig war, den Koloss so zu bauen, dass er auch tatsächlich fahrbar ist. 65 PS hat der Motor des Strandbuggys, der sich unter der Fahrzeughülle verbirgt. Durch hochklappbare Fensterscheiben kann Wirtz in das Fahrzeuginnere klettern. Den massigen Tumbler zu lenken, ist allerdings nicht ganz einfach. 2,6 Meter x 4 Meter misst das Gefährt und ist damit etwa zehn Prozent kleiner als das Original. Auch das Gewicht des Replikats ist gewaltig: Allein die hinteren vier Unimog-Reifen wiegen rund 250 Kilogramm. (Weiterlesen: Batman v Superman – Dawn of Justice: Fakten zum DC-Film) 

15.000 Euro Materialkosten

Wie schwer der Tumbler zu steuern ist, bekam Wirtz auch bei seiner ersten Testfahrt vor Publikum zu spüren. Für einen ZDF-Beitrag drehte der Hobbyautobauer ein paar Runden durch das Gelände, als die Vorderachse brach. Innerhalb einer halben Stunde habe er den Schaden allerdings beheben können.

„Den nächsten Tumbler werde ich stabiler bauen und einfacher konstruieren“, sagt Wirtz. Das Material, das er übrig behalten habe, reiche noch für ein weiteres Batmobil. Gut 15.000 Euro hat Wirtz in das Material für das Fahrzeug investiert, das er zum Teil in den USA bestellte.

Tumbler soll in Kinokomplex stehen

Seinen ersten Tumbler wird Wirtz vom 17. bis 20. März bei Europas größter Oldtimermesse Retro Classics in Stuttgart präsentieren. Seinen endgültigen Platz wird das Auto in einem großen Kinokomplex bekommen, der gerade in Heidelberg entsteht. Dort soll auch ein umgebauter DeLorean des Borkeners dauerhaft ausgestellt werden. „Die Fahrzeuge sollen für die breite Masse zugänglich sein“, sagt Wirtz.

Ein bis zwei Tumbler will der Borkener noch bauen, allerdings brauche er nach zwölf Wochen intensiver Arbeit erst einmal eine Pause: „Es muss jetzt auch mal wieder ruhiger werden – so schön der Umbau der Fahrzeuge auch ist.“