Chaos auf den Straßen Winter meldet sich mit aller Macht zurück

13.12.2010, 15:03 Uhr

Nach kurzer Verschnaufpause am Wochenende hat sich der Winter im Norden Deutschlands mit aller Macht zurückgemeldet: Schneefall bei Temperaturen um den Gefrierpunkt sorgte vielerorts für Chaos auf den Straßen. Allein in Hamburg kam es zu mehr als 100 Unfällen.

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Die Polizei in Hamburg gab eine Glättewarnung für das ganze Land heraus.

Auf der Autobahn 24 kam es zwischen Gudow und Hornbek (Kreis Herzogtum Lauenburg) in Richtung Hamburg zu einer Massenkarambolage. Die Polizei sperrte die Fahrbahn daraufhin voll. Nach Angaben eines Sprechers des Lagezentrums in Kiel kam ein Lastwagen ins Rutschen und stellte sich quer. Weitere Autos und ein Sattelschlepper konnten daraufhin nicht mehr rechtzeitig bremsen.

Dichter Schneefall in Hamburg und Schleswig-Holstein

Am Vormittag setzte in weiten Teilen Schleswig-Holsteins und Hamburgs teils dichter Schneefall ein. Dem Deutschen Wetterdienst zufolge sollten bis zum Nachmittag vor allem an der Ostseeküste bis zu fünf Zentimeter Schnee fallen. Im Kreis Herzogtum Lauenburg fanden mehrere Schulbusse auf den zugeschneiten Straßen kein Weiterkommen. Etliche Schüler mussten darum vorerst in den Schulen bleiben.

Allein in der Hansestadt an der Elbe waren bis zum Nachmittag rund 200 Streufahrzeuge im Einsatz, teilte die Hamburger Stadtreinigung mit. Verkehrsteilnehmer müssten dennoch mit Glätte rechnen. In Nebenstraßen werde vom Winterdienst nicht gestreut. In Lübeck waren seit dem Mittag rund 300 Mitarbeiter im Einsatz.

Auch auf zugeschneiten Landstraßen gab es kleinere Umfälle, meldete die Polizei. Im Kreis Segeberg kam es in kurzer Zeit zu rund 20 Unfällen. „Bei der Einsatzleitstelle in Elmshorn stehen seit gut zwei Stunden die Notruftelefone nicht mehr still“, so ein Sprecher. „Glücklicherweise ist bislang niemand verletzt worden.“ Auf der Autobahn 1 zwischen Lübeck und Hamburg kamen zeitweise gar Räumfahrzeuge nicht weiter. Unfälle mit Blechschäden waren die Folge.

In Flensburg registrierte die Polizei bis zum Mittag nur wenige Unfälle. Der Schwerpunkt war in Jürgensby, wo allein drei Fahrer in parkende Autos fuhren. Ein Müllwagenfahrer prallte auf der B 199 bei Steinbergkirche gegen einen Baum und wurde ins Krankenhaus gebracht. Nachdem der Schneefall aufgehört hatte, habe sich die Situation an der Förde aber wieder gelegt, teilte die Polizei mit.