Bielefeld entlässt von Ahlen – Per Handschlag verabschiedet Baumann Arminia-Kandidat

20.09.2011, 17:09 Uhr

Nach nur fünf Punkten aus zehn sieglosen Meisterschaftsspielen hat sich Fußball-Drittligist Arminia Bielefeld von Trainer Markus von Ahlen getrennt. Als möglicher Nachfolger wurde in Ostwestfalen der frühere VfL-Coach Karsten Baumann ins Gespräch gebracht.

Samir Arabi, Sportlicher Leiter des im Sturzflug befindlichen Vereins, überbrachte von Ahlen die schlechte Nachricht noch in der Nacht per Telefon. „Die aktuelle sportliche Entwicklung sowie insbesondere die letzten Heimspielleistungen haben den Ausschlag für die Trennung ergeben.“ Das Training leiten derweil der bisheriger Kotrainer Stefan Krämer und Torwart-Coach Marco Kostmann.

Das Anforderungspotenzial für den „Neuen“ ist simpel: Ein erfahrener junger Coach, der sich in der Liga auskennt und nicht zu teuer sein darf. Die Auswahl ist nicht sehr groß. Baumann, der am 21. März vom VfL beurlaubt wurde, passt in dieses Profil. Der 41-Jährige führte ein neu zusammengestelltes VfL-Team 2009/2010 sogar gleich zur Meisterschaft und in die 2. Liga zurück. Für eine Stellungnahme zu einem möglichen Arminia-Engagement war Baumann nicht zu erreichen.

Vollkommen aus dem Rennen ist Mario Basler. Gehandelt werden aber auch noch die Namen Hans-Peter Schubert vom Regionalligisten VfB Lübeck und Pavel Dotchev, der seine erfolgreichste Zeit als Trainer beim SC Paderborn hatte. Schubert: „Mit mir haben noch keine Gespräche stattgefunden. Ich bin aber für alle Seiten offen.“

Von Ahlen verabschiedete sich gestern per Handschlag von allen anwesenden Arminen-Fans und führte sein Scheitern unter anderem auf das große Verletzungspech zurück. „Ich kann diese Entscheidung verstehen, auch wenn sie ein wenig überraschend für mich fiel.“ Laut Aussage von Interims-Geschäftsführer Marcus Uhlig habe die Mannschaft applaudiert, als von Ahlen seine Abschiedsworte gesprochen hatte.