Aufruhr in australischem Haftzentrum Bewaffnete Flüchtlinge rebellieren auf Christmas Island

09.11.2015, 12:33 Uhr

In einem australischen Haftzentrum für Flüchtlinge soll am Montag ein Aufstand ausgebrochen sein. Bewaffnet mit Schlagstöcken und Stangen erkämpfen sich die Insassen nach Medienberichten die Kontrolle und legten Feuer. Auslöser des Aufstands war offenbar der Tod eines Flüchtlings.

Die Einwanderungsbehörde bestätigte am Montag gegenüber verschiedenen Medien, dass es einen „Aufruhr“ im Haftzentrum von Christmas Island gebe, einer Insel im Indischen Ozean. Es werde daran gearbeitet, die Situation zu lösen. Der Behörde war von Verletzten zunächst nichts bekannt. Insassen sollen dort Medienberichten zufolge Feuer gelegt, das Zentrum zertrümmert und die Kontrolle übernommen haben. Die Wachen sollen geflohen sein, berichtete Focus online.

Tod eines kurdischen Insassen

Medienberichten zufolge haben die Insassen Feuer gelegt, das Zentrum zertrümmert und die Kontrolle übernommen haben. Die Wachen seien geflohen.

Laut Radio Neuseeland (RNZ) haben sich die Aufständischen mit Schlagstöcken und Stangen bewaffnet. Ein Insasse sagte dem Sender, Auslöser sei der Tod eines kurdischen Asylbewerbers aus dem Iran gewesen. Die Leiche von Fazel Chegeni war am Sonntag, zwei Tage nach seiner Flucht aus dem Haftzentrum, gefunden worden, berichtete Focus online. Wie genau er ums Leben kam, sei bisher nicht bekannt.

Schlechte Behandlung

Häftlinge haben sich schon lange über die schlechte Behandlung in dem Haftzentrum beschwert, in dem mehr als 200 Menschen untergebracht sind.

Harte Regeln bei der Flüchtlingspolitik

Die australische Regierung verfolgt in der Flüchtlingspolitik eine harte Linie. Flüchtlinge werden, wenn sie per Boot nach Australien gekommen sind, zurückgeschickt oder sofort in Lager auf Inseln wie Nauru gebracht. Ihnen wird die Einreise verweigert, selbst wenn sie als Flüchtlinge anerkannt werden.

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