12 Morde, 45 Vergewaltigungen Mordserie: FBI macht wieder Jagd auf „Golden State Killer“

Von Dirk Fisser | 16.06.2016, 01:55 Uhr

Das FBI rollt eine der großen ungeklärten Verbrechensserien der US-Kriminalgeschichte wieder auf. Am Mittwoch hat die Bundespolizei eine Belohnung von 50.000 US-Dollar für Hinweise zum „Golden State Killer“ ausgelobt. Von 1976 bis 1986 verbreitete der Unbekannte Angst und Schrecken in Kalifornien. Zwölf Morde sollen auf sein Konto gehen.

Darüber hinaus rechnet das FBI dem Mann 45 Vergewaltigungen und 120 Wohnungseinbrüche zu. Über ein Jahrzehnt versetzte er den Bundesstaat Kalifornien mit seinem grausamen Vorgehen in Panik. Dabei soll er in Wohnungen eingedrungen, seinen schlafenden Opfern mit Taschenlampen in die Augen geschienen, den Ehemann ans Bett gefesselt und die Frauen vergewaltigt haben. Danach tötete er in einigen Fällen seine Opfer. Andere soll er später per Telefon weiter belästigt haben.

Täter zwischen 60 und 75 Jahre alt

Die Ermittler nannten den Mann „East Area Rapist“ oder „Golden State Killer“ in Anspielung an die Tatorte. Auch wenn seit dem letzten Verbrechen, das ihm zugeordnet werden kann, mittlerweile 30 Jahre vergangen sind, erneuerte das FBI jetzt den Zeugenaufruf. Es bestünde die Chance, dass der Täter noch am Leben ist, erklärte eine Sprecherin. Mittlerweile müsste der Mann zwischen 60 und 75 Jahre alt sein. Das FBI versprach für Hinweise eine Belohnung von 50.000 US-Dollar

Große Hoffnungen setzen die Ermittler darauf, dass Gegenstände gefunden werden, die der Täter an den Tatorten hatte mitgehen lassen. Ohrringe, Personalausweise oder andere Gegenstände soll er als eine Art Trophäe entwendet haben. In der Zeit der Vorfälle kauften Kalifornier laut Medienberichten massenweise Wachhunde oder gingen mit Schrotflinten ins Bett.

Das FBI hat umfangreiches Material zu den Fällen ins Internet gestellt, darunter Videos und Audiodokumente, in denen ehemalige Polizisten aber auch Opfer ihre Erfahrungen schildern. In Kalifornien sollen zudem Anzeigen geschaltet werden (hier klicken) .