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Beim 1:3 gegen Dingden chancenlos SV Bad Laer: Stark gestartet und stark nachgelassen

Von Christian Detloff

Zunehmend auf verlorenem Posten waren die Volleyballerinnen des SV Bad Laer mit (von links) Michelle Bollien, Alina Hellmich und Sara Szmuk vor den Augen von Trainerin Danuta Brinkmann. Foto: Egmont SeilerZunehmend auf verlorenem Posten waren die Volleyballerinnen des SV Bad Laer mit (von links) Michelle Bollien, Alina Hellmich und Sara Szmuk vor den Augen von Trainerin Danuta Brinkmann. Foto: Egmont Seiler

Bad Laer. Nach einem furiosen ersten Satz bekamen die Zweitligavolleyballerinnen des SV Bad Laer beim 1:3 (25:18, 23:25, 17:25, 16:25) vom klaren Favoriten Blau-Weiß Dingden klare Grenzen aufgezeigt. Im dritten und vierten Durchgang nahm der Glaube an einen Teilerfolg immer mehr ab.

„Wir haben bombastisch angefangen“, fand auch Trainerin Danuta Brinkmann. Mit 10:3 war ihr Team in Führung gegangen und hatte stets die passenden Antworten parat, wenn die Gäste wie beispielsweise auf 13:15 verkürzten. Anika Brinkmann und Johanna Müller punkteten im ersten Abschnitt besonders stark, doch auch Laura Seete mit ihren Lobs und Sara Szmuk mit Schmetterbällen trugen auffällig zur starken Angriffsleistung bei. „Im ersten Satz ging uns alles locker von der Hand“, sagte Seete. „Wir haben da fast fehlerfrei gespielt. Man muss aber auch sagen, dass unser Gegner zu Beginn noch nicht gezeigt hat, was er kann“, ergänzte Alina Hellmich, die im zweiten Satz stark dagegenhielt. Da war ihre Mannschaft bis zum 16:22 klar unterlegen, verkürzte mit einer starken, aber unbelohnten Aufholjagd aber noch auf 22:23.

Was folgte, war eine Demonstration der Dingdener Stärken. Es war spektakulär, wie energisch und sicher die Gäste viele Angriffsschläge des Gegners unter Kontrolle bekamen und dann – inszeniert von der starken Aufbauspielerin Inga von Gemmeren und oft perfekt vollendet von der herausragenden Katrin Knappmeyer (MVP) sowie Maike Schmitz – konsequent punkteten. „Dann wird es irgendwann ermüdend“, gestand Hellmich, die aber vor allem die zunehmende Schwäche bei den Annahmen als Knackpunkt ausmachte. „Auch unsere Aufschläge wurden schlechter“, ergänzte die vom Gästetrainer zur besten Bad Laererin gewählte Seete: „Ab dem dritten Satz hatten wir dann eine komische Stimmung. Heute war ein verlorener Tag für uns.“

Was Trainerin Brinkmann ähnlich sah. „Ab dem zweiten Satz hat die Mannschaft meine Anweisungen nicht mehr gut umgesetzt. Gegen solch einen starken Gegner darf man sich nicht verweigern. Vor allem unser Aufbau ist nicht so passiert, wie ich angesagt habe.“ Ein Punkt sei eigentlich möglich gewesen. „So müssen wir aber letztlich froh sein, überhaupt einen Satz gewonnen zu haben.“ Immerhin: Auch die Teams unterhalb des SV Bad Laer punkteten nicht.

Auch die zuschauende Kapitänin Franziska Bentrup, die zum Kellerduell in zwei Wochen gegen Allbau Essen möglichst wieder fit sein will, fand: „Heute sah man ab dem dritten Satz nicht mehr, dass wir eigentlich ganz starke Kämpferinnen sind. Dennoch bin ich mir sicher: Mit den guten und schlechten Erfahrungen, die wir als Aufsteiger sammeln, werden wir in der übrigen Saison in mehr engen Duellen punkten.“