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TuS kommt mit Ausnahmespielerin Sabally OTB Titans: Rebounds als Schlüssel gegen Lichterfelde

Von Ansgar Maßbaum

Wollen sich unter dem Korb durchsetzen: Die OTB Titans mit N‘Dea Bryant (in Weiß, hier gegen Neuss). Foto: Helmut KemmeWollen sich unter dem Korb durchsetzen: Die OTB Titans mit N‘Dea Bryant (in Weiß, hier gegen Neuss). Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. Nach zwei Pflichtspiel-Niederlagen im DBBL-Pokal und in der Liga wollen die Basketballerinnen der Osnabrücker TB Titans in der 2. Bundesliga endlich wieder punkten. Doch es wartet eine äußerst anspruchsvolle Aufgabe auf die OTB-Frauen im Heimspiel am Samstag um 17 Uhr in der OTB-Halle an der Oberen Martinistraße: Der TuS Lichterfelde Berlin gibt seine Visitenkarte in der Hasestadt ab.

Zwei Spiele gegen die Teams von Opladen (70:52) und Grünberg (70:62) hat die Talentschmiede aus der Hauptstadt, die von Ex-Bundestrainerin Alexandra Maerz trainiert wird, erst absolviert – beide allerdings erfolgreich. Für den TuS ist es indes das erste Auswärtsspiel der Saison.

Derweil ist es für die Titans bereits die sechste Partie in dieser Spielzeit (zwei Siege/drei Niederlagen). Zuletzt unterlagen sie in einer hart geführten Partie in Wolfenbüttel mit 84:71. Größtes Manko auch in Ost-Niedersachsen waren wieder einmal die abspringenden Bälle vom Korb, wie OTB-Coach James Hannah erklärt: „Bei den Rebounds haben wir noch großen Nachholbedarf. Wir ermöglichen den Gegnern zu viele zweite Chancen – das müssen wir dringlichst abstellen und besser machen.“

Über die Woche waren einige Spielerinnen erkältungstechnisch angeschlagen – Hannah aber hofft, alle seine Spielerinnen heute wieder an Bord zu haben. Ein interessantes Duell dürfte sicherlich das Aufeinandertreffen der beiden Topscorer der Titans und des TuS werden. Nyara Sabally ist mit ihren erst 17 Jahren schon absoluter Leistungsträger bei den Hauptstädtern, was 24,5 Punkte und 12 Rebounds aus den ersten beiden Partien eindrucksvoll belegen. Aufseiten der Titans führt momentan kein Weg an N‘Dea Bryant vorbei. 25,8 Punkte sowie 12,8 Rebounds durchschnittlich schlagen bei ihr zu Buche. Ein Top-Wert. Positiv, nicht nur zuletzt in Wolfenbüttel, ist die Tatsache, dass in jedem Spiel bei den OTB-Frauen eine andere Spielerin hoch punktet. Ein Zeichen von Qualität und Variabilität. Beim Wolfpack waren es neben Bryant (30 Punkte), Esther Borchers mit 18 Zählern und Aufbauspielerin Annemarie Potratz, die mit 13 Punkten zu gefallen wusste.

Hannah erwartet deshalb eine intensive Begegnung: „Die Berliner haben ein starkes Team mit Lena Gohlisch, Heidi Anton, Jenny Menz, Marion Powilleit und Ireti Amojo, um nur einige zu nennen. Vielleicht sind sie ein bisschen erfahrener“, mutmaßt er und ergänzt: „Ein Schlüssel für den Erfolg liegt sicherlich in der Verteidigung, deshalb müssen wir härter und körperlicher spielen als zuletzt und den Gegner besser ausboxen“, sagt Hannah abschließend.

In der vergangenen Saison stand es nach zwei Begegnungen übrigens unentschieden. Beide Teams gewannen jeweils ihre Heimspiele.