Zum zweiten Mal VLN-Langstreckenmeister Schrey verteidigt mit cleverem Schachzug Titel

Von Malte Schlaack

Wieder die Nummer eins: Michael Schrey bejubelt erneut den Titel in der VLN-Langstreckenmeisterschaft. Foto: Uwe GerkenWieder die Nummer eins: Michael Schrey bejubelt erneut den Titel in der VLN-Langstreckenmeisterschaft. Foto: Uwe Gerken

Nürburg. Riesenjubel bei Michael Schrey. Der Rennfahrer aus Wallenhorst hat seinen Titel in der Gesamtwertung der VLN-Langstreckenmeisterschaft erfolgreich verteidigt. Beim letzten Rennen der Saison in der größten Breitensportserie der Welt um den 42. DMV Münsterlandpokal sammelte Schrey die noch fehlenden Zähler. Das gelang, weil er und sein Team Bonk Motorsport einen besonderen taktischen Kniff wagten – und belohnt wurden.

Im Hintergrund waren schon vor dem letzten Rennen Gespräche gelaufen. Im BMW M235i Cup hätte Schrey auf einen der ersten beiden Plätze fahren müssen. In der VLN wird allerdings mit harten Bandagen gefahren, und so musste sich der 34-Jährige schon im vorletzten Rennen harter und zum Teil auch unfairer Attacken erwehren. So arbeitete das Team um Michael Bonk eine überraschende Taktik aus.

Schrey fuhr nur zum Start des Rennens in seinem BMW und wechselte dann in die TCR-Klasse zum Team Mathilda Racing im VW Golf TCR mit den Fahrern Benjamin Leuchter und Andreas Gülden. Ein auch für die Konkurrenz unerwarteter Schachzug, der im Übrigen komplett dem Reglement entspricht. Am Morgen hatte sich Schrey regelgerecht für die TCR-Klasse eingetragen, um dort die entscheidenden Punkte zu sammeln. Das gelang an der Seite von Leuchter und Gülden mit einem Klassensieg. „Es ist alles so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben“, kommentierte ein überglücklicher Sieger nach dem großen Coup.

Nach einer ersten Jubelfeier, bei der Schrey von seinem Team durch die Boxengasse getragen wurde, und fairen Gratulationen der Konkurrenten ging die Siegerparty richtig los. „Der erste Titel war vielleicht etwas emotionaler. Rein vom Sportlichen ist es jetzt aber höher zu bewerten“, sagte Schrey, der nahezu die komplette Saison als einer von wenigen Einzelfahrern unterwegs war.

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