„Mental hartes Brot“ So erlebten Triathleten aus der Region den Ironman auf Hawaii

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Nach mehr als zehn Stunden körperlicher Höchstleistung: Tobias Bußmann beim Zieleinlauf. Foto: finisherpix.comNach mehr als zehn Stunden körperlicher Höchstleistung: Tobias Bußmann beim Zieleinlauf. Foto: finisherpix.com

Osnabrück. Eine erfolgreiche Premiere und ein wiederholter Triumph: Die Triathleten Tobias Bußmann aus Georgsmarienhütte und Peter Nowak aus Bad Essen haben am Wochenende den Ironman Hawaii 2017 absolviert.

Tobias Bußmann ist am Mittwoch nach Deutschland zurückgekehrt – erschöpft aber auch beseelt von seiner Teilnahme am Ironman auf Hawaii. Am Wochenende hatte der Georgsmarienhütter den Triathlon in 10 Stunden und 24 Minuten absolviert und landete auf Platz 630. Es war sein fünfter Ironman-Wettbewerb, der erste auf Hawaii. Im Gespräch mit unserer Redaktion schwärmte der 44-Jährige von der „sensationellen Stimmung“: „Man trifft überall Profis und andere tolle Leute.“ Bußmanns Mutter hatte ihn nach Hawaii begleitet. „Sie ist 71 und fand Hawaii super, das ist eine ganz andere Welt.“

Seine persönliche Zielvorgabe von unter zehn Stunden hat Bußmann nicht erreicht. „Es waren schon extreme Bedingungen, mit Hitze und starkem Wind. Beim Laufen war ich etwas langsamer als geplant.“ Dennoch bewältigte er die Strecke aus Schwimmen, Radfahren und Marathon. Von den 2300 Teilnehmern hätten manche weniger Glück gehabt, sie mussten erschöpft abbrechen, berichtete er. „Aufgrund der Hitze muss man viele Kohlenhydrate und Elektrolyte nachfüllen, sonst kommt man nicht durch.“

Jetzt plane er mehrere Monate Pause und Erholung „für Körper und Kopf“, sagte er: „Ich möchte nach Lust und Laune Sport machen – oder eben nicht.“ Und es stehe fest: Es soll nicht sein letzter Ironman auf der Pazifikinsel gewesen sein. Bußmann: „Wenn ich fit und gesund bleibe, will ich noch mal da hin.“

Zweite Teilnahme mit verbesserter Leistung

Zum zweiten Mal auf Hawaii gestartet ist Peter Nowak vom TV Bohmte. Nach 9 Stunden und 33 Minuten überschritt er die Ziellinie. Damit war er 13 Minuten schneller als vor drei Jahren und belegte Platz 151. Unserer Redaktion erzählte der 41-Jährige aus Bad Essen-Wehrendorf, dass er mit seiner Schwimmleistung zufrieden war. Die 180 Kilometer auf dem Rad in „brüllender Hitze und heißem Wind“ seien dagegen zur Tortur geworden. Außerdem machten ihm Magen-Darm-Probleme zu schaffen. Doch beim anschließenden Marathon habe er nach 22 Kilometern gemerkt, dass er durchhalten wird.

Peter Nowak mit Sabine und Timo. Foto: Tom Patrick

Auch wenn der Wettkampf „mental hartes Brot“ gewesen sei, schließt Nowak eine erneute Teilnahme nicht aus. Zunächst will er noch mit seiner Familie für ein paar Tage die Insel erkunden.

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Ein weiterer Teilnehmer aus der Region war Christoph Averdiek-Bolwin, der nach 12 Stunden und 33 Minuten das Ziel erreichte und damit Platz 1660 belegte.


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