Finale mit früheren Osnabrückern Drei Ex-Tiger wollen Deutscher Meister im Football werden

Von Sven Hallmann

2016 wurde Tim Unger (vorne rechts) bereits Deutscher Meister mit Braunschweig. 2017 nimmt der frühere Osnabrücker einen erneuten Anlauf auf den Titel. Archivfoto: Fabian Uebe2016 wurde Tim Unger (vorne rechts) bereits Deutscher Meister mit Braunschweig. 2017 nimmt der frühere Osnabrücker einen erneuten Anlauf auf den Titel. Archivfoto: Fabian Uebe

Osnabrück. Wenn am Samstag (18 Uhr, live auf Eurosport) der 39. German Bowl im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark angepfiffen wird, stehen sich mit den Braunschweig Lions und den Schwäbisch Hall Unicorns die zwei besten American-Football-Mannschaften Deutschlands gegenüber. Beim Wettkampf um den Deutschen Meistertitel sind auch drei Ex-Spieler der Osnabrück Tigers dabei.

Es ist das Gigantenduell im deutschen Football: Bereits zum vierten Mal in Folge treffen die beiden Teams im Finale aufeinander. Bisher entschieden die Braunschweiger alle Duelle für sich und stehen zum insgesamt 17. Mal im German Bowl. Elf Titel sprangen dabei heraus. Die Unicorns aus Baden-Württemberg kommen auf fünf Teilnahmen und zwei Meisterschaften, zuletzt gewannen sie 2012.

Die Lions zählen im Finale auf drei Ex-Spieler der Osnabrück Tigers. Tim Unger (Trikotnummer 23), Mete Konya (39) und Christopher Cauvet (99) sind feste Größen in der Defensive des Rekordmeisters und werden wahrscheinlich am Samstag allesamt in der Startformation stehen. Unger ist in dieser Saison mit acht abgefangenen und 14 verhinderten Pässen der beste Passverteidiger der German Football League (GFL). Konya stieß vor der Saison aus Kanada zu den Lions. Cauvet ist bereits seit 2015 Teil des Teams.

„Schwäbisch Hall hat eine unfassbar gute Offense. Gegen so starke Passempfänger haben wir bisher noch nicht gespielt“, sagt Unger, der als Passverteidiger eine Schlüsselposition einnimmt und den Titel zum zweiten Mal gewinnen will. „Man ist nicht mehr ganz so nervös wie vor zwei Jahren. Aber im Stadion wird es genauso wie beim ersten Mal sein“, erklärt Cauvet vor seiner dritten Teilnahme am German Bowl. Konya freut sich auf sein erstes Finale: „Es wird ein Duell auf Augenhöhe. Jetzt geht es um alles.“