308 Läufer in Bissendorf am Start Kerkmann gewinnt Osnabrücker-Land-Marathon in Rekordzeit

Vom Start weg in Führung: Jan Kerkmann (Startnummer 39) wiederholte beim Osnabrücker-Land-Marathon seinen Sieg aus dem Vorjahr, Christoph Walhorn (Nummer 5) lief als Zweiter über die Ziellinie. Foto: Moritz FrankenbergVom Start weg in Führung: Jan Kerkmann (Startnummer 39) wiederholte beim Osnabrücker-Land-Marathon seinen Sieg aus dem Vorjahr, Christoph Walhorn (Nummer 5) lief als Zweiter über die Ziellinie. Foto: Moritz Frankenberg

golt Bissendorf. Vorjahressieger Jan Kerkmann stellte seinen Streckenrekord ein und gestiegene Teilnehmerzahlen spornten die Organisatoren für die Zukunft an: Die 13. Auflage des Osnabrücker-Land-Marathons (OLM) hatte Klasse und Masse zu bieten.

Erst einmal waren sie erleichtert: Die Organisatoren Marc Wischmeyer und Erich Avermann hatten auf etwas kühlere Temperaturen als im letzten Jahr gehofft und wurden erhört. „Es war zwar etwas schwül, aber dann doch deutlich angenehmer als im letzten Jahr“, sagte Wischmeyer.

Steigende Teilnehmerzahl motiviert die Macher

Außer dem Wetter boten auch die Teilnehmerzahlen Grund zur Freude. „Ganz ehrlich: Wären es wieder so wenige gewesen wie im letzten Jahr, hätten wir uns überlegen müssen, ob wir das so weitermachen“, erzählte Wischmeyer. Während im vergangenen Jahr nur 208 Läufer das Zielband durchliefen, waren es in diesem Jahr 308 – für Wischmeyer und Avermann genau der richtige Ansporn weiterzumachen. „Der Termin lag dieses Jahr zum ersten Mal nicht in den Ferien. Vielleicht war das eine gute Entscheidung“, vermutete das erfahrene Team.

Dass auch bei der 13. Auflage alles nach Plan lief, war kein Zufall. „Die Planung läuft über ein halbes Jahr“, berichtete Wischmeyer, und mit der Erfahrung der Vorjahre werde „auch schon einiges einfacher“. Vieles hat sich im Organisationsteam mittlerweile eingespielt. Viele Streckenposten und Helfer an den Versorgungsständen arbeiteten selbstständig, sodass nicht alles an ihnen hängenbleibe, freuten sich Wischmeyer und Avermann.

Nicht nur den Organisatoren, sondern auch den Sportlern war anzusehen, dass sie sich wohlfühlen. Läufer zwischen 10 und 75 Jahren wagten sich auf die Strecke, vom Achtelmarathon (5,3 Kilometer) bis zum „ganzen“ Marathon (42,195 Kilometer), dem einzigen im Landkreis Osnabrück. Neben vielen Startern aus der Region fanden auch einige Sportler aus größerer Entfernung den Weg nach Wissingen: Ein Lauftreff aus Hiddestorf bei Hannover stellte dabei die größte Gruppe beim OLM. Sogar aus London verzeichneten die Veranstalter eine Anmeldung.

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Sportlicher Höhepunkt des 13. OLM war der Marathon. Selbstbewusst hatte der Bielefelder Jan Kerkmann angekündigt, seinen Streckenrekord von 2:44 Stunden aus dem Vorjahr verbessern zu wollen. Er sollte sein Wort halten. Am Start plauderte der 26-Jährige noch entspannt mit den Streckenposten. Als der Startschuss ertönte, sprintete er dann aber gleich vorneweg, pulverisierte in 2:36:54 Stunden seine Bestzeit aus dem Vorjahr und gewann erneut. „Vor allem bei der Strecke ist das schon eine starke Zeit. Es sind ja doch einige Anstiege dabei“, sagte Organisator Wischmeyer, „das war definitiv das Highlight des Tages“.

Hinter Kerkmann kam der Meller Christoph Walhorn (Tri-Team Dissen) nach 3:07:48 als Zweiter ins Ziel. Er hatte knapp 15 Minuten Vorsprung vor dem Dritten Toni Hecker (USC Marburg). Als erste Frau überquerte Jannet Lange (Almere) nach 3:56:20 Stunden die Ziellinie. Margaretha Werner (Team „Pulsewatchers“, 4:00:32) und Susanne Schildknecht (Bonn, 4:19:39) folgten mit einigem Rückstand.

Halbmarathon die beliebteste Distanz

Etwa fünf Minuten Puffer hatte Abdemayeeo Abdalla („Jede Oma zählt“), der den Halbmarathon in 1:21:28 Stunden gewann. Mit 143 Finishern war es die beliebteste Distanz beim 13. OLM. Oliver Geyer und Markus Steffen (Eintr. Neuenkirchen) liefen hinter Abdalla ein. Schnellste Läuferin war Bianca Stanienda (SVE Hiddestorf). 1:33:58 Stunden waren die siebtbeste Gesamtzeit aller Teilnehmer. Damit war sie ziemlich genau sechs Minuten schneller als die Bielefelderin Antje Pyl (1:39:59). Dritte der Frauenwertung wurde Corinna Tappe (Wallenhorst, 1:43:07).


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