Internationales Flair am Barenteich Rugby-League-Klassiker Deutschland gegen Niederlande in Eversburg


Osnabrück. Große Ehre für den Rugby Football Club (RFC) Osnabrück: Am Samstag (15.30 Uhr) richtet der Verein die fünfte Auflage des Griffin Cups im Rugby League zwischen der deutschen und der niederländischen Nationalmannschaft auf der Anlage am Barenteich in Eversburg aus.

Mit dabei ist auch ein Lokalmatador – allerdings nur, wenn die Unterlagen schnell genug beim Verband eintreffen. „Ich hoffe, dass ich spielen kann“, sagt Presley Chirombe. Der Spieler vom RFC Osnabrück wurde von Nationaltrainer Bob Doughton nominiert, nachdem er am dritten und vierten Spieltag der Rugby Bundesleague bleibenden Eindruck hinterließ. Auch sein Teamkollege Rico Wall sollte dabei sein. Der Flügelspieler, der bereits im vergangenen Jahr für das deutsche Team spielte, muss allerdings verletzungsbedingt passen.

So ruhen die Hoffnungen des gastgebenden RFC auf dem 20-jährigen Chirombe aus Simbabwe, der 2012 nach Deutschland kam und seit drei Jahren für die Osnabrücker in der Regionalliga spielt. „Presley ist ein sehr guter Spieler. Andere Mannschaften haben sich schon nach ihm erkundigt, aber er bleibt uns treu“, sagt Jon Fine, zweiter Vorsitzender des RFC. „Er ist ein Naturtalent“, ergänzt der erste Vorsitzende Lee Smith. Chirombe sieht den Rugbysport als Hobby, betont er. Ob die Umstellung vom Spielprinzip „Union“ auf „League“ schwierig sei? „Das ist keine große Umstellung für mich. Die Unterschiede sind nicht so groß“, sagt der 20-Jährige.

Allerdings unterscheiden sich die Regeln in einigen Punkten deutlich voneinander. Die Teams bestehen nicht aus 15, sondern aus 13 Spielern. Nach sechs gestoppten Angriffsversuchen wechselt der Ballbesitz, sodass der Spielball häufig nach dem fünften Angriffsversuch gekickt wird. Außerdem gibt es am Boden keinen Kampf um den Ball.

Durch die unterschiedlichen Regeln gilt Rugby League als die schnellere der beiden Spielvarianten. Die Verantwortlichen vom RFC Osnabrück hoffen, dass das Spektakel auch in diesem Jahr wieder viele Zuschauer zum Barenteich lockt. Im vergangenen Jahr, als die deutsche Mannschaft 32:40 gegen eine walisische Amateurauswahl verlor, kamen 350 Besucher. „500 ist als Zahl durchaus realistisch. Die Niederländer bringen immer viel Unterstützung mit“, hofft Fine auf regen Zuspruch. Anders als im vergangenen Jahr ist das diesjährige Länderspiel in Eversburg kein Testspiel, sondern das Spiel um den Griffin Cup, der seit 2013 zwischen Deutschland und den Niederlanden ausgetragen wird. Das deutsche Team besteht ausschließlich aus Spielern der heimischen Liga (bei den Niederlanden ist ein Akteur aus England dabei). In den bisherigen vier Auflagen stellte Deutschland immer den Sieger, im vergangenen Jahr gewann das Team mit Rico Wall knapp mit 8:6 in Rotterdam. Die deutsche Nationalmannschaft wird mit pinken Applikationen auf den Trikots auflaufen, um mit dem Motto „Real men wear pink“ (echte Männer tragen Pink) den Verein Brustkrebs Deutschland zu unterstützen.

Für den RFC ist das Länderspiel der Auftakt einer Reihe von Veranstaltungen auf heimischer Anlage. Am Samstag, 2. September, richtet der Verein ein Benefizturnier zugunsten der Osnabrücker Krebsstiftung aus. Am Samstag, 9. September, beginnt die neue Regionalliga-Saison mit dem Heimspiel gegen den RC Bielefeld.


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