Potenzial bündeln Vereine wollen „Team Osnabrück“ für Jugend Basketball Bundesliga aufbauen

Von Christoph Schillingmann

Wollen ein „Team Osnabrück“ aufbauen: Tobias Osterbrink, Roland Senger, Jens Steinbuß, Stefan Eggers, Paul Luis Keller, Volker Hensel, Detlef Hohaus, Hendrik Witte (von links). Foto: Philipp HülsmannWollen ein „Team Osnabrück“ aufbauen: Tobias Osterbrink, Roland Senger, Jens Steinbuß, Stefan Eggers, Paul Luis Keller, Volker Hensel, Detlef Hohaus, Hendrik Witte (von links). Foto: Philipp Hülsmann

Osnabrück. Fünf Sportvereine aus und um Osnabrück planen, einen Perspektivkader für die Jugend Basketball Bundesliga (JBBL) aufzubauen. Für die Saison 2019/20 soll das vereinsübergreifende „Team Osnabrück“ die Qualifikation für die Klasse schaffen.

Die Idee, eine Mannschaft für die höchste deutsche Basketballliga für Spieler im Alter von unter 16 Jahren zu entwickeln, ging vom Osnabrücker SC (OSC) und dem TuS Bad Essen aus. „Wir waren uns schnell einig, dass wir das Projekt zusammen machen wollen“, sagt Stefan Eggers vom OSC. „Wir wollen eine Möglichkeit schaffen, damit Jugendliche in Osnabrück höherklassig spielen können. Basketball ist in Osnabrück auf der weiblichen Seite top aufgestellt. Das wollen wir jetzt auch für die männliche Seite schaffen“, spricht Eggers von einem Pendant zum Frauen-Basketball. Und er sei froh, dass sie den ersten Schritt jetzt endlich gemacht hätten.

Neben den Initiatoren sind mittlerweile auch Rot-Weiß Sutthausen, der VfR Voxtrup und der Osnabrücker Turnerbund (OTB) mit im Boot. Die Vereine waren laut Eggers „sehr schnell“ bereit, bei dem Projekt mitzumachen. „Das zeigt, dass in diesem Bereich Nachholbedarf ist.“ Nach Angaben vom Bad Essener Tobias Osterbrink ist die Tür niemanden zu, im Gegenteil. „Wir wollen alle Vereine ansprechen und dazu einladen, mitzumachen. Die Tür ist für alle offen.“

Viel Potenzial in den Vereinen

Mit dem Projekt wollen die Initiatoren ein ganz bestimmtes Ziel verfolgen. „Die Jugendlichen sollen die Chance haben, vereint die beste Ausbildung genießen zu können“, sagt Osterbrink. Und das solle in Osnabrück passieren, und nicht in den Jugendabteilungen in Quakenbrück oder in Vechta. „Die Spieler nehmen teilweise zwei Stunden Fahrt für ein Training in Kauf“, sagt Osterbrink. „Das sind schon sehr weite Wege“, meint er.

Jens Steinbuß vom OTB gibt zu, dass der Basketball-Standort Osnabrück schon mal attraktiver war. „Aber wir sind auf einem guten Weg wieder nach oben“, sagt er. Hier gibt es genug Talente.“ Der Meinung ist auch Hendrik Witte vom OSC. „Es steckt viel Potenzial in den Vereinen. Das müssen wir bündeln.“ Das Ziel sei, daraus eine Mannschaft zu formen, die für die Saison 2019/20 die Qualifikation für die JBBL schaffe. Eggers ergänzt: „Und jeder Verein bringt etwas mit: Know-how, Expertise und Infrastruktur.“

Wöchentliches Training

Einmal in der Woche ist ein Training für die Jahrgänge 2004, 2005 und 2006 angesetzt. „Das Training findet freitags von 17 bis 19 Uhr in der Halle Möser-Realschule statt“, sagt er. Dazu sei jeder interessierte Jugendliche herzlich eingeladen. In der vergangenen Woche sei bereits das erste Training über die Bühne gegangen. In der Zukunft sind nach Angaben von Eggers zudem Turniere, Trainingslager und Testspiele geplant.

Informationsvormittag geplant

Darüber hinaus ist ein Informationsvormittag geplant. Am Sonntag, 20. August 2017, wollen die Vereine ab 11 Uhr beim RW Sutthausen im Egon-von-Romberg-Weg das Konzept „Team Osnabrück“ vorstellen. „Dazu ist jeder interessierte Verein eingeladen“, sagt Osterbrink. Ihm sei es wichtig, dass alle Vereine angesprochen werden. „Und wer Interesse hat, kann gerne mitmachen.“ Das sieht auch Witte so. Denn es gibt es auch schon ein T-Shirt, auf dem auf der Rückseite „Perspektivkader JBBL 2019/20“ zu lesen und auf der Vorderseite die Vereinslogos zu sehen sind. „Und vorne haben wir noch eine Menge Platz für weitere Wappen“, hofft er, weitere Vereine für das Projekt gewinnen zu können.

Wer Interesse hat, kann sich per E-Mail unter bb-buero@osnabruecker-sportclub.de melden oder zum Infovormittag kommen.