Bei 50 Bergrennen am Start Josef Luttmann: Der Mann an der Fahne beim Bergrennen in Borgloh

Von Malte Schlaack

Typische Pose: Josef Luttmann schwenkt beim Bergrennen von Beginn an die Startfahne. Foto: FrankenbergTypische Pose: Josef Luttmann schwenkt beim Bergrennen von Beginn an die Startfahne. Foto: Frankenberg 

Hilter. Er ist einer der ganz wenigen, die die komplette Entwicklung des Bergrennens zu einem überregionalen Großevent miterlebt haben: Josef Luttmann stand auch in diesem Jahr an der Startlinie und gab den Fahrern mit seinen Fahnenschwenks grünes Licht.

Keine der 50 Auflagen hat Luttmann verpasst. Das Bergrennen gehört für den Motorsportbegeisterten fest zum Programm – es ist das Jahreshighlight für ihn. „Ich bin immer dabei. Natürlich helfe ich auch beim Auf- und Abbauen“, sagt Luttmann, der sich noch gut an die ersten Rennen am Uphöfener Berg erinnert. „Damals war alles noch sehr primitiv. Es gab keine Lichtschranke, und die Zeiten wurden geschätzt. Aber das hat alles funktioniert, und die Fahrer haben diese banale Methode akzeptiert, weil man es nicht anders kannte“, erklärt der Mann, den alle nur „Jupp“ nennen.

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Hauptaufgabe unverändert

Von den Ausmaßen der Entwicklung der Veranstaltung ist er begeistert: „Heutzutage ist es einfach Wahnsinn – diese Autos und die ganzen Zuschauer und Sponsoren. Es ist schön zu sehen, wie es einfach immer größer wird. Auch wenn es ein riesiger Aufwand ist, macht es riesig Spaß.“ Luttmanns Hauptaufgabe beim Bergrennen hat sich in all den Jahren nicht verändert: Er gibt den Piloten mit seiner Deutschlandfahne das Signal zum Start. Oft steht ihm dabei seine Tochter Marion zur Seite, die ebenfalls zum Organisationsteam gehört.

„Ich bin noch fit, und es macht Spaß“

„Das mache ich dann auch den ganzen Tag“, sagt Luttmann stolz, der den familiären Kern des Bergrennens schätzt: „Mit den Jahren lernt man natürlich auch viele Fahrer kennen. Man unterhält sich und trinkt am Ende des Tages auch mal ein Kaltgetränk zusammen.“ Ein Ende seiner Aktivitäten hat das Urgestein nicht im Kopf: „Ich bin noch fit, und es macht Spaß. Von daher sehe ich noch keinen Anlass aufzuhören.“

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