Vielseitigkeitsreiterin Staas Bramscherin holt Gold und Silber bei ihrer EM-Premiere

Von Laura Schwabbauer

Trumpfte auf: die Bramscherin Gesa Staas. Foto: „Schapmann“Trumpfte auf: die Bramscherin Gesa Staas. Foto: „Schapmann“

Warendorf/Millstreet. Gesa Staas hat bei der U-18-Europameisterschaft in der Vielseitigkeit abgeräumt: Die 17-Jährige aus Bramsche hat mit ihrer Stute St Stacy Mannschaftsgold und Einzelsilber im irischen Millstreet gewonnen.

„Mein Ziel war es, bei der EM gut zu reiten. Ich war schon total glücklich über die Nominierung, 2016 stand ich zwar auf der Longlist, durfte dann aber nicht mit. Jetzt durfte ich sogar für das Team reiten, das macht mich stolz. Dass es jetzt so hervorragend gelaufen ist, hat alles getoppt“, sagt Gesa Staas. Sie hat gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen Katharina Grupen, Antonia Baumgart und Emma Brüssau Mannschaftsgold bei der EM in der Altersklasse der Junioren gewonnen, vor dem Team aus Großbritannien. „Die Atmosphäre im Team war toll, alle deutschen Reiter haben sich gegenseitig unterstützt“, berichtet die 17-Jährige.

Sie hat mit 29,80 Punkten das beste deutsche Ergebnis in der Dressur abgeliefert und setzte sich so schon nach der ersten Teildisizplin auf dem Silberrang fest. Gesa sagt: „Stacy und ich hatten bisher noch nie einen Fehler im Gelände, und sie macht das immer toll. Aber der Kurs war sehr anspruchsvoll und unheimlich schön gebaut, mit vielen ungewöhnlichen Hindernissen, die es so in Deutschland nicht gibt und die wir nicht trainieren konnten. Es sind einige Paare ausgeschieden, da ist man noch aufmerksamer. Das Gelände war dann für mich toll zu reiten, das war ein absolutes Erlebnis.“

Eine fehlerfreie Runde im abschließenden Springen sicherte den beiden schließlich Silber in der Einzelwertung – der Jubel bei Freunden und Familie, Trainern und Teamkollegen war groß. Gesa berichtet: „Meine Eltern und mein Bruder sind in Millstreet gewesen, neben der Bundestrainerin Julia Krajewski ist auch meine Heimtrainerin Melanie Landmeier dabei gewesen, sie betreut mich schon lange. Ich bin froh, dass sie mich alle unterstützt haben.“

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Lob gab es auch von Bundestrainerin Julia Krajewski: „Ich wusste schon im Vorfeld, dass Gesa sehr nervenstark ist. Es war ihr überhaupt nicht anzumerken, dass die EM ihr erstes Championat war. Sie ist in allen Disziplinen sehr souverän und abgeklärt geritten. Der Druck, dem man als Mannschaftsreiter unweigerlich ausgesetzt ist, hat sie überhaupt nicht irritiert. Das war reiterlich und mental eine sehr starke Leistung.“

Sowohl für die junge Reiterin als auch für ihre zehnjährige Stute steht jetzt erst einmal eine kleine Sommerpause an. Gesa ist bereits auf dem Weg in den Urlaub, St. Stacy darf sich auf der Weide erholen. Eine Medaillenfeier hat es übrigens noch nicht gegeben, aber Gesa meint: „Ich bin sicher, dass die noch kommt.“