U23-Weltmeisterschaft Osnabrücker Ruderin Pia Greiten holt WM-Bronze

Von Johannes Kapitza

Die Osnabrückerin Pia Greiten (links) gewann zusammen mit Franziska Kampmann (oben), Michaela Staelberg (rechts) und Tina Christmann Bronze bei der U23-Ruderweltmeisterschaft. Foto: Detlev SeybDie Osnabrückerin Pia Greiten (links) gewann zusammen mit Franziska Kampmann (oben), Michaela Staelberg (rechts) und Tina Christmann Bronze bei der U23-Ruderweltmeisterschaft. Foto: Detlev Seyb

Plovdiv/Osnabrück. Pia Greiten vom Osnabrücker Ruder-Verein (ORV) hat bei der U23-Ruderweltmeisterschaft im bulgarischen Plovdiv die Bronzemedaille gewonnen. Der deutsche Frauen-Doppelvierer fuhr auf der zwei Kilometer langen Strecke nach 6:25,36 Minuten hinter den Booten aus Großbritannien (6:22,87) und Australien (6:24,70) über die Ziellinie.

Im vergangenen Jahr war Greiten mit dem deutschen Achter Sechste bei der U23-Weltmeisterschaft in Rotterdam geworden. In diesem Jahr feierte die 20-Jährige den Gewinn von Edelmetall. „Eine Medaille ist eine Medaille, und für mich ist es die erste“, freute sich Greiten auch über den dritten Platz. Die britische Konkurrenz war frühzeitig davongezogen. Mit Australien lag der deutsche Vierer lange gleichauf. Erst im letzten Viertel wurde das DRV-Boot in einem spannenden Finish noch eingeholt. „Es war megaknapp“, sagte Greiten. Weil das Niveau hoch gewesen sei, sei der dritte Platz „nicht schlimm“.

ORV freut sich über Greitens Erfolg

Martin Schawe, Greitens Trainer beim ORV, bewertete die Leistung des deutschen Quartetts ebenso positiv: „Sie haben ganz klar Bronze gewonnen und nicht Silber verloren.“ Für seinen Schützling freute sich Schawe, der das Rennen per Livestream im Internet verfolgte, besonders: „Es war die erste internationale Medaille für Pia. In einem guten Feld ist Bronze ein gutes Ergebnis.“ Auch Matthias Bergmann, im ORV-Vorstand für den Leistungssport zuständig, betonte: „Das ist ein sehr großer Erfolg.“ Es habe sich gelohnt, dass der Verein außerhalb der Reihe des eigentlichen Investitionsplans in ein neues Skull-Boot für Greitens Training investiert habe. Der ORV will Greiten am kommenden Sonntag mit einem Empfang ehren.

Männlicher Nachwuchs sammelt Erfahrungen

Die 20-Jährige war – genau wie ihre Vereinskollegen Paul Seiters und Marcel Teckemeyer (zusammen im Männer-Vierer) – mit relativ geringen Erwartungen und entsprechend ohne Druck zur WM gereist. Alle drei seien noch recht jung, das Niveau der WM sei sehr hoch und andere Nationen hätten bereits früher ihre Bootsbesatzungen zusammengestellt und seien entsprechend besser eingefahren gewesen, erklärte Bergmann. Dass Seiters und Teckemeyer im Hoffnungslauf knapp das Finale verpassten, sei zwar schade, angesichts der nur dreiwöchigen Vorbereitungszeit aber zu verschmerzen. „Dafür waren die anderen Teams zu gut eingefahren, aber die beiden haben Erfahrungen sammeln können, die sie für die nächsten Jahre stärken werden“, sagte Bergmann.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN