Sieben Tage Basketball pur Maya Girmann sammelt bei internationalem Basketball-Camp Erfahrungen

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Osnabrück. Sieben Tage lang rund um die Uhr nur ein Thema: Basketball. Bei einem internationalen Camp in Slowenien hat Maya Girmann vom BBC Osnabrück wertvolle Erfahrungen für ihre Trainerkarriere gesammelt.

Jedes Jahr lädt der FIBA Europe Spieler, Trainer und Schiedsrichter zum „FIBA European Women’s Basketball Summit“ ein. Bei diesem internationalen Camp sollen sie die Möglichkeit bekommen, gemeinsam zu trainieren und sich auszutauschen. Als jüngste Trainerin war bei der 11. Auflage des Camps die 20-jährige Maya Girmann dabei. (Weiterlesen: Maya Girmann im Porträt)

Volles Programm

„Ich habe viel für meine Trainertätigkeit mitgenommen“, sagte Girmann im Gespräch mit unserer Redaktion. Die 32 Trainerinnen aus ganz Europa wurden in vier Gruppen aufgeteilt und kümmerten sich während der Zeit in Slowenien zusammen um eine Spielergruppe. Das Programm war gut gefüllt: Morgens trainierten sie ihre Spielergruppe, nachmittags stand Theorie für die Trainer an und abends wurde ein Spiel gecoacht.

37 Nationen, Englisch als gemeinsame Grundlage

„Es waren insgesamt 37 Nationen vertreten. Da haben wir fast den ganzen Tag Englisch gesprochen. Das war am Anfang schon etwas komisch“, so Girmann. Aber Basketball sei ohnehin von den Begriffen her sehr englischlastig, sodass sie schon nach kurzer Zeit keine Schwierigkeiten damit hatte, die Anweisungen im Training auf Englisch zu geben. Trotzdem sei sie froh gewesen, dass sie sich das Zimmer mit einer deutschsprachigen Schweizerin geteilt hatte. So habe sie abends gut abschalten können.

Fortbildung für die Trainer und eine Auszeit an der Küste

Gut gefallen hätten ihr auch die Theorie-Stunden am Nachmittag. Auf dem Plan standen unter anderem Themen wie „Wie verhalte ich mich als Coach richtig?“, „Wie baue ich ein Training richtig auf“ und verschiedene Teambuilding-Maßnahmen. In der Mitte der Campwoche wurden die Teambuilding-Maßnahmen gleich mit der gesamten Gruppe ausprobiert. Anschließend konnten die Campteilnehmer einen freien Nachmittag an der slowenischen Küste genießen. „Das hat uns echt gutgetan. Die Tage waren schon sehr anstrengend“, sagte Girmann.

Lob von Trainerkollegin

Nach den einzelnen Programmpunkten hätten Girmann und ihre Trainerkolleginnen immer Feedback von den „Coaching-Instructors“ bekommen. „Das war allerdings immer allgemein auf die gesamte Gruppe bezogen. Da hätte ich mir schon gewünscht, etwas mehr persönlicheres Feedback zu bekommen, was ich selbst besser machen könnte oder auch, was gut war“, so Girmann. Dafür gab es aber Lob von einer Trainerkollegin: „Nach dem zweiten Tag sagte mir eine Kollegin aus Montenegro, dass sie viel Respekt davor hätte, dass ich mich mit 20 Jahren in die Halle stelle und das Training ohne Probleme auf Englisch leite.“ Die positive Kritik hätte die junge Osnabrückerin besonders deswegen gefreut, da die andere Trainerin 20 Jahre älter gewesen sei als sie.

In ihrer Arbeit als Trainerin bestätigt

In der Heimat beim BBC trainiert Girmann derzeit die U16-Landesliga-Mannschaft sowie die U10- und U12-Mädchen. Außerdem ist sie als Co-Trainerin für den niedersächsischen Landeskader der 2003er-Mädchen aktiv. In ihrer derzeitigen Herangehensweise ans Training sei sie bestätigt worden. „Uns wurde mitgegeben, dass es wichtig ist, besonders auf die Kleinigkeiten und Grundlagen zu achten“, sagte Girmann. Basics wie dribbeln, passen und Körbewerfen müssten einfach sitzen. So handhabe sie es auch bereits bei ihrem Training in Osnabrück. „Später, wenn die Spieler höherklassig spielen sollten, dann werden die Grundlagen nicht mehr trainiert. Es wird dann mehr an der Teamtaktik gearbeitet“, erklärt Girmann.

Anruf vom Bundestrainer

Ausgewählt wurde Girmann, da sie als Co-Trainerin des Landeskaders bei einem Turnier einen guten Eindruck auf den U16-Mädchen-Bundestrainer Stefan Mienack gemacht hatte. „Der Bundestrainer rief mich nach dem Turnier an und fragte mich, ob ich in den Sommerferien schon was vor habe“, erzählt Girmann. Mit der Einladung zu dem internationalen Camp hätte sie im Vorfeld allerdings nicht gerechnet.


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